Snowden ein gemachter Mann?

Nicht nur in seiner Heimat USA ist der Ex-NSA-Mitarbeiter ein gefragter Mann, sondern auch in seinem Asyl in Russland. Sowohl in der Privatwirtschaft als auch in Regierungskreisen sind seine IT-Kenntnisse hoch im Kurs.

Das russische Reisedokument von Edward Snowden.

Bildlegende: Die Enthüllungen über US-Spionageprogramme gelten offenbar als gute Referenz für Edward Snowden. Reuters

Wochenlang war Edward Snowden im Transitbericht des Moskauer Flughafens zur Untätigkeit gezwungen. Kaum ist er im selbstgewählten Asyl auf freiem Fuss, gäbe es viel Arbeit für den Whistleblower.

Das russische Pendant von Facebook «VKontakte» will den IT-Spezialist Snowden anheuern. Auch das Oberhaus des russischen Parlaments sei an den Diensten interessiert.

Die Aufgabe bestehe darin, Schwachstellen beim Schutz von personenbezogenen Daten zu ermitteln und schliessen zu lassen, erklärte der Leiter der parlamentarischen Arbeitsgruppe Ruslan Gattarow.

Auch beim Sozialen Netzwerk «VKontakte» geht es um die Sicherheit von Nutzerdaten. «VKontakte» stellt in Osteuropa eine beliebte Alternative zu Facebook dar und hat 100 Millionen aktive Nutzer.

Die Enthüllungen zu den US-Spionageprogrammen machen den Whistleblower offenbar zu einem gefragten Mann. Wie Snowden auf die Jobangebote reagiert hat, ist nicht bekannt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Russland gewährt Snowden vorläufiges Asyl

    Aus Tagesschau vom 1.8.2013

    Neue Runde im Fall um Edward Snowden. Der frühere NSA-Mitarbeiter hat verschiedenen Medienberichten zufolge die Transitzone des Moskauer Flughafens verlassen. Einschätzungen von Peter Gysling, SRF-Korrespondent, in Moskau.