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Syrien, Putin, Golfen So ändert Donald Trump seine Meinung

Mal so, mal anders. Die Liste an Themen, zu denen US-Präsident Donald Trump seine Meinung geändert hat, ist lang. Jüngstes Beispiel ist sein Bekenntnis zum Nato-Bündnis. Aber auch bezüglich Syrien, Putin und dem Golfsport war Trump nicht lange standhaft.

Legende: Video Trumps Kehrtwende betreffend NATO abspielen. Laufzeit 1:04 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.04.2017.

Drei Kehrtwenden

  • Trump warnte Obama vehement vor einem Angriff auf Syrien. Nun hat er einen solchen persönlich angeordnet.
  • Trump behauptete, er würde mit Putin bestens auskommen. Jetzt will er nicht mal beurteilen, ob der russische Präsident «mental fit» ist.
  • Trump kritisierte immer wieder, Obama sei zu häufig auf dem Golfplatz. Trump selber war seit seinem Amtseintritt aber schon 16 Mal Golfen.

Der Angriff auf Syrien

Bei Giftgasangriffen in der syrischen Region Ghuta im August 2013 kommen hunderte Menschen ums Leben. Die USA machen die syrische Regierung für die Attacke verantwortlich.

Wenige Tage nach dem Giftgasangriff entsendet US-Präsident Obama einen Flugzeugträger und weitere Marineschiffe ins Rote Meer, um einen möglichen Militäreinsatz in Syrien zu unterstützen. Donald Trump warnt in jenen Tagen in mehreren Tweets vor einem solchen Einsatz.

«Wenn Obama Syrien angreift, werden die USA schlecht aussehen!»

«Ein Angriff auf Syrien bringt nur Probleme für die USA»

«Vergiss Syrien»

Legende: Video «Ich habe einen Angriff angeordnet» abspielen. Laufzeit 0:13 Minuten.
Vom 13.04.2017.

Bei einem Giftgasvorfall am 4. April 2017 sterben in der syrischen Stadt Chan Schaichun 86 Menschen. Die USA, sowie andere verbündete Länder, machen die syrische Regierung verantwortlich. Zwei Tage später verkündet Präsident Donald Trump, dass er einen gezielten Militärangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angeordnet hat, von dem aus die Giftgasangriffe ausgeführt worden sein sollen.

Das Verhältnis zu Putin

Vor den Präsidentschaftswahlen erklärt Donald Trump mehrfach, dass er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sehr gut verstehen würde. Woher er diese Gewissheit hat, kann er allerdings nicht sagen.

Legende: Video «Ich würde mich mit Putin gut verstehen» abspielen. Laufzeit 0:07 Minuten.
Vom 13.04.2017.

In einem Interview mit dem Sender «Fox Business» am 12. April 2017 spricht Trump über den Militärschlag in Syrien und kritisiert seinen russischen Amtskollegen scharf für dessen Unterstützung des syrischen Präsidenten Bashar al Assad: «Er tut das Falsche.» Die Moderatorin fragt daraufhin, ob Putin seiner Meinung nach «mental fit» sei. Auf eine klare Antwort mag sich Trump nicht einlassen: «Ich weiss es nicht. Ich kenne ihn nicht. Aber er tut das Falsche.»

Das Golfen während der Amtszeit

Während Obamas Amtszeit kritisierte Donald Trump den US-Präsidenten mehrmals für seine Ausflüge auf den Golfcourt.

Im September 2013 vermeldete er via Twitter: «Präsident Obama ist nicht damit beschäftigt, mit dem Kongress über Syrien zu sprechen. Er spielt Golf. Stellt euch das mal vor.»

Trump kritisiert Obama

Im 2014 kritisiert Trump, die Bevölkerung müsse für das Golfen des Präsidenten bezahlen.

«Wir bezahlen ihm das Golfen»

Und im Wahljahr unterstellt Trump seinem Vorgänger, dieser würde lieber Golf spielen, während die Regierung auseinander falle.

«Er war den ganzen Tag am Golfen»

Und wie sieht es beim aktuellen US-Präsidenten aus? Seit seinem Amtsantritt war Trump bereits 16 Mal auf dem Golfplatz.

US-Präsident Barack Obama am Golfen
Legende: Obama auf dem Golfplatz US-Präsident Barack Obama am Golfen Keystone

Häufig spielte er in seinem eigenen Golfresort in Florida. Mit der Air Force One dauert die Reise circa zwei Stunden.

Obama stand erst Monate nach seinem Amtsantritt erstmals auf dem Golfplatz. Das war allerdings nicht in Florida, sondern gleich ausserhalb von Washington, 30 Minuten Autofahrt vom Weissen Haus entfernt.

27 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Übrigens : Präsident TRUMP wird zu radikales Vorgehen in diesem oder jenem Fall vorgeworfen ! Einer seiner Vorgänger , Präsident Kennedy , zeigte im Falle der KUBAKRISE eine "eisenharte" Haltung !
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    In unserer schnellebigen Zeit muß man eben unter Umständen auch in politischen Angelegenheiten sehr flexibel sein !
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    So ist das halt mit einer "ernsten" und echten Regierung. Trump wird nicht wie die EU jedem zuerst erzählen was er vor hat, damit seine "Feinde" sich im Voraus verabreden können, was sie dagegen unternehmen könnten. So ist es in den "Rechtsstaaten" der EU und auch in der Schweiz. Bei Verurteilungen oder Festnahmen dürfen sich "Kriminelle" zusammensetzen und diskutieren. Auf diese Weise können Sie alle die gleichen Lügen bereitstellen und meist gewinnen sie den Prozess. Das ist die Wahrheit!
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