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Anschläge mit Fahrzeugen So sichern Europas Städte ihre Zentren

Legende: Video Wie sicher sind die Innenstädte Europas? abspielen. Laufzeit 4:31 Minuten.
Aus 10vor10 vom 18.08.2017.

Terroranschläge, in welchen die Attentäter mit Fahrzeugen in Menschen rasen, häufen sich. Der letzte solche Angriff fand am Donnerstag in Barcelona statt. Was wird in Europas Innenstädten getan, damit solche Attentate verhindert werden?

Berlin

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt vom Berliner Breitscheidplatz im Dezember vergangenen Jahres wurden die Sicherheitsmassnahmen in Deutschland vielerorts verschärft. Seither gibt es kaum ein Strassen- oder Stadtfest ohne Durchbruchssperren. Verwendet werden in der Regel grosse Betonblöcke, es werden aber auch andere Dinge eingesetzt wie Bauschuttcontainer und Lkw als Blockaden. Oft werden während Festen bestimmte Innenstadtbereiche auch für grössere Lkw gesperrt. Dauerhaft mit Sperren abgesichert sind aber nur wenige Orte, etwa die Umgebung von Botschaften in Berlin.

Betonblöcke um den Berliner Breitscheidplatz.
Legende: Betonblöcke um den Berliner Breitscheidplatz – eine Konsequenz aus dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt 2016. SRF

Nizza

Seit dem verheerenden Lkw-Anschlag von Nizza im Sommer 2016 mit 85 Toten ist die Promenade des Anglais mit tief in den Boden einbetonierte Pfosten gesichert. Ausserdem wurden 1300 Meter Stahlkabel gezogen. Auch in anderen Städten des Landes werden seitdem Grossveranstaltungen mit Betonklötzen und Barrieren gesichert. An dem bei Spaziergängern beliebten Seine-Ufer in Paris blockieren Polizeiwagen inzwischen Zufahrten, die dort für Rettungsdiensteinsätze eingerichtet sind.

Nizza
Legende: Der Anschlag in Nizza war das erste Attentat mit einem Lkw als Tatwaffe in Europa. Seither ist die Promenade gesichert. SRF

Brüssel

Versuche, mit einem Auto in Menschen zu fahren, gab es auch in Belgien schon. Brüssel setzt darum zum Schutz vor Autos auf Fahrzeuge. Diese sollen die Rue Neuve schützen, eine beliebte Fussgängerzone im Zentrum von Brüssel. Brüssel setzt auf fixe und bewegliche Sperrpfosten. Alles zubetonieren wolle man nicht, denn Brüssel solle eine offene Stadt bleiben. Zudem müssten Rettungskräfte jederzeit freie Fahrt haben, so die Begründung der Behörden.

Brüssel
Legende: In Brüssel kam es 2016 zu Anschlägen am Airport und in der U-Bahn. Doch fix verbarrikadieren will sich die Stadt nicht. SRF

Barcelona

Bis zum Zeitpunkt des Anschlags vom Donnerstag war die Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona nicht durch Barrieren gesichert. Der Attentäter konnte sie mit seinem Lieferwagen mehrere hundert Meter im Zickzackkurs ungehindert durchfahren. Ob sich das Sicherheitskonzept in Barcelona in Zukunft ändern wird, bleibt abzuwarten.

Zahlreiche Menschen spazieren dem Boulevard Las Ramblas entlang.
Legende: Der Boulevard Las Ramblas ist beinahe ein Muss für jeden Touristen in Barcelona. Getty Images

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1 Kommentar

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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Alles gut und recht. Aber dann werden die islamist. Attentäter ihre Autoanschläge in die Provinzstädten verlagern. Dieser mörder. Bande spielt es keine Rolle, ob in Nizza oder in Alcanar. Sie werden vom IS aufgerufen, so viele Ungläubige wie möglich, wo und wie sie können, zu töten.Die radikal-islamistische Ideologie gehört aus Europa verbannt. Migranten oder Asylanten, die offen unsere Lebensweise verabscheuen und verdammen, radikalisieren sich schneller.Blauäugig abwarten ist verantwortungslos
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