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International So viel kostet Europas Anti-Migrations-Politik

Europa gibt jedes Jahr knapp eine Milliarde Euro aus, um Migranten und Flüchtlinge aus Europa fernzuhalten. «The Migrants' Files» zeigt erstmals, wie teuer Auffanglager, Überwachungstechnik und Mauern sind. Der Löwenanteil des Geldes fliesst jedoch in einen unsichtbaren Kostenposten.

Es sind enorme Summen, die seit dem Jahr 2000 von der Europäischen Union (EU) und ihren Partnerländern wie der Schweiz in Flüchtlingsangelegenheiten investiert worden sind. Allein der Aufbau und der Betrieb von Frontex, der zentralen Europäischen Behörde zur Koordinierung der Kontrollen an Europas Aussengrenzen, kostete bisher 670 Millionen Euro.

Fast 90 Prozent der Gesamtkosten von rund 12,9 Milliarden Euro entstanden jedoch nicht bei dem Versuch, Flüchtlingen und Migranten den Weg nach Europa zu versperren, sondern bei den Ausschaffungen derjenigen, die es bereits in die «Festung Europa» geschafft haben. Rund 11,3 Milliarden Euro wurden nach Schätzungen der Recherche-Kooperation «The Migrants' Files», Link öffnet in einem neuen Fenster dafür aufgewendet, inklusive aller Transport- und Verwaltungskosten.

Wie gross die einzelnen Kostenposten sind, zeigt diese Grafik:

SRF 4 News sowie «Echo der Zeit» am 18. Juni 2015.

23 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers, Bülach
    Das ist ja der grösste Witz: "Allein der Aufbau und der Betrieb von Frontex, der zentralen Europäischen Behörde zur Koordinierung der Kontrollen an Europas Aussengrenzen, kostete bisher 670 Millionen Euro." Frontex ist ein Wassertaxi, welches sich ermächtigt hat die Bootsmigranten an die europäische Küste zu bringen anstatt zurück! Das entspricht nicht dem Auftrag und man sollte daher die finanzielle Mitwirkung streichen! Bringt zwar wegen den anderen Bezahlern nicht viel, aber ist ein Zeichen.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Das undifferenzierte Denken der Migrationsunterstützr wird wohl nicht weiter aufrecht erhalten werden können. Man stehet erst am Anfang einer Migrationswelle. Und diese wird gewaltige Verwerfungen in den europäischen Gesellschaften bewirken. Das Schlimme ist auch, dass der grundsätzlich gute Asylgedanke sich jetzt in Luft auflösen wird. Man wird wohl mittelfristig nicht daran vorbei kommen, sich zunehmend dem australischen Modell anzunähern. Spätestens dann, wenn "Refugees" hier Bomben zünden.
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  • Kommentar von A. Hirni, Matagalpa, Nicaragua
    Ja warum Flugzeuge, das ginge doch viel effizienter wie im folgenden Beitrag beschrieben: http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/kinder-flucht-mittelamerika-100.html
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