Fast 40 Prozent der Sitze So viele Frauen sassen noch nie in Frankreichs Parlament

Marine Le Pen nimmt Gratulationen entgegen.

Bildlegende: Neue Frauen für die Legislative von Frankreich: Marine Le Pen schafft erstmals den Sprung in die Nationalversammlung. Keystone

Nach der Parlamentswahl werden in der französischen Nationalversammlung mehr Frauen sitzen als je zuvor. 223 der 577 Abgeordneten sind weiblich, dies sind 38,7 Prozent.

41 Prozent bei «En Marche» sind Frauen

Bisher gehörten 155 Frauen der Nationalversammlung an, das entsprach einem Anteil von 26,9 Prozent, wie die Zeitung «Le Monde»berichtete.

Die Partei von Präsident Emmanuel Macron und ihre Verbündeten entsenden knapp zur Hälfte Frauen in die künftige Nationalversammlung. Der Frauenanteil liegt bei der Linkspartei bei 41 Prozent, bei den Sozialisten bei 38 Prozent, bei der rechten Front National bei 25 und bei den konservativen Republikanern bei 23 Prozent.

Schweiz abgeschlagen

In der Schweiz sitzen nur 29,3 Prozent Frauen im Parlament. Das bedeutet Rang 10 in Europa. Einzig in der SP politisieren in Bern seit 2015 mehr Frauen als Männer (29 Frauen gegenüber 26 Männern).

Am wenigsten weiblich in Europa ist das Parlament in Malta. Dort sind nur 8,7 Prozent Frauen im Parlament.

Top 10 in Europa:

Frauenanteil in den Parlamenten (Quelle: Statista)

Land
Anteil Frauen
1. Schweden
47,3 Prozent
2. Finnland
41,5 Prozent
3. Niederlande
41,3 Prozent
4. Portugal
40,2 Prozent
5. Frankreich
38,7 Prozent
6. Belgien
38 Prozent
7. Dänemark
36,9 Prozent
8. Spanien35,7 Prozent
9. Deutschland
32,2 Prozent
10. Schweiz
29,3 Prozent
Text der die Postergrafik beschreibt

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Politischer Neustart in Frankreich

    Aus Tagesschau vom 19.6.2017

    Mit einer starken absoluten Parlamentsmehrheit kann Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Reformpolitik angehen. Sein Mitte-Lager holte bei der gestrigen Wahl aus dem Stand 350 der 577 Sitze in der Nationalversammlung.

  • Zweite Runde der Parlamentswahl in Frankreich

    Aus Tagesschau vom 18.6.2017

    Beim zweiten und entscheidenden Wahlgang bleiben viele Wähler den Urnen fern. Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Alexandra Gubser in Paris.