So will sich Detroit gesund sparen

Die bankrotte US-Autometropole Detroit hat erste Pläne zur Sanierung vorgelegt. Die Kürzungen betragen 34 Prozent. Davon betroffen sind unter anderem Renten und die Gesundheitsfürsorge.

Die Stadt Detroit, auf einem hohen Gebäude ist eine riesige Autowerbung zu sehen.

Bildlegende: Die Autostadt Detroit muss den Gürtel enger schnallen, um den gigantischen Schuldenberg zu reduzieren. Reuters

Detroit steht bei seinen Gläubigern mit rund 18 Milliarden Dollar in der Kreide. Am Freitag nun ist der Fahrplan zur Schuldenreduzierung vorgelegt worden. Geplant sind unter anderem Einschnitte bei der Rente und Gesundheitsfürsorge für 24'000 pensionierte Staatsangestellte. Dies berichtete die Zeitung «Detroit Free Press».

Nicht alle erhalten ihr Geld vollständig zurück

Weiter hiess es, dass ausschliesslich Investoren, die gedeckte Anleihen von der Stadt gekauft hätten, voll ausgezahlt werden sollen. Inhaber ungesicherter Papiere hingegen erhielten nur 20 Prozent ihres Geldes zurück.

Video «Überleben in Detroit» abspielen

Überleben in Detroit

22 min, aus Reporter vom 2.2.2014

Mit dem Plan könnte Detroit laut der Stadtverwaltung über die kommenden sechs Jahre 500 Millionen Dollar mehr für den Abriss leerstehender Gebäude ausgeben. Zudem würde in den kommenden zehn Jahren insgesamt eine Milliarde Dollar zusätzlich für die Polizei und Feuerwehr sowie für die Infrastruktur der Stadt zur Verfügung stehen.

Doch Gewerkschaften und Gläubiger akzeptieren das Vorhaben nicht und kündigten Widerstand an. Die Verhandlungen darüber werden in einem Insolvenzgericht geführt.