Solarstreit zwischen EU und China vor der Lösung?

Gestern noch jubelnder Fan bei der Champions League, heute schon wieder seriöse Staatsfrau: Der Spagat zwischen London und Berlin gelingt Bundeskanzlerin Merkel mühelos. Mehr noch, nach Gesprächen mit Chinas Regierungschef Li Keqiang scheint sogar der Streit um Solarpaneele noch abwendbar.

China will am Montag direkte Verhandlungen mit der EU-Kommission über drohende Strafzölle auf chinesische Solarprodukte aufnehmen. Das kündigte Chinas Handelsministerium laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua an.

Auch Kanzlerin Angela Merkel will möglichst rasch eine Lösung des Handelsstreits zwischen China und der Europäischen Union. Man werde alles daran setzen, den Konflikt in der Solar- und Telekommunikationsbranche durch Gespräche zu lösen, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin.

China hofft auf Ende der EU-Finanzkrise

Die EU will Solar-Billigimporten aus China dem Vernehmen nach mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. Neben dem Streit um Solarprodukte werde es unter anderem auch um das Dumping-Verfahren gegen chinesische Technologieprodukte gehen.

Li Keqiang seinerseits sagte nach dem Treffen in Berlin, er hoffe, dass die Euro-Zone ihre Finanzprobleme lösen könne. Dies sei auch gut für die chinesische und die weltweite Entwicklung.