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Sondersteuer in Frankreich Grosskonzerne müssen einmaligen Steuerzuschlag zahlen

Logoschrift L'Oréal
Legende: Vom Steuerzuschlag sind französische Grosskonzerne wie L'Oréal betroffen. Keystone
  • Frankreichs Nationalversammlung hat einem umstrittenen Steueraufschlag für Grossunternehmen zugestimmt.
  • Mit einmaligen Steuerzuschlägen will die Regierung fünf Milliarden Euro zusätzlich einzutreiben.
  • Der Gesetzesentwurf geht nun zur weiteren Beratung an den Senat.

Mit dem Steuerzuschlag will die Regierung sicherstellen, dass Frankreich in diesem Jahr die EU-Defizitgrenze einhält. Das Verfassungsgericht hatte zuvor eine Dividendensteuer für ungültig erklärt. Dies hatte zur Folge, dass der Staat den besteuerten Unternehmen rund zehn Milliarden Euro zurückzahlen muss.

Gemäss dem Gesetzesentwurf sollen Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro Jahresumsatz einmalig 15 Prozent mehr Unternehmenssteuer zahlen. Für Firmen mit mehr als drei Milliarden Euro Jahresumsatz wird sogar ein Aufschlag von 30 Prozent fällig.

Der Arbeitgeberverband Medef hatte den Sonder-Steueraufschlag kritisiert: Damit lasse man diejenigen, die man illegal besteuert habe, die Erstattung bezahlen.

Die Mitte-Regierung hat sich fest vorgenommen, im laufenden Jahr erstmals seit langem wieder die europäische Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einzuhalten. Präsident Emmanuel Macron will damit das Vertrauen aus Brüssel zurückzugewinnen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Witz des Tages: "einmalige" Sondersteuer zum Finanzieren von schon ausgegebenem oder zumindest unabänderbar schon fix geplant ausgegebenes Geld beim Staat und dessen Apparat. Mit Sicherheit wird heute schon beschlossen, wo wer was und bei wem im nächsten Jahr eingespart wird… Eher wird einem eine Herde schwarzer Schimmel über den Weg laufen als dass solche Sondersteuern nicht eher über kurz als lang zu Allgemeinsteuern werden.
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  • Kommentar von Daniel Kellerhals (Daniel Kellerhals)
    Es ist sehr zu hoffen, dass sich die Firmen weigern, beraubt zu werden. Allenfalls können sie auch das Land verlassen.
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    1. Antwort von Lutz Bernhardt (lb)
      Kann ich nur bestätigen. Mir ist vor 15 Jahren Vergleichbares in Deutschland widerfahren. Und dabei lag unser Umsatz nur in der Grössenordnung von einer Million Euro. Seither lebe ich sehr glücklich mit Firma in der Schweiz. Eichel hiess der zuständige Finanzminister, Eichel, SPD.
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