Spionage in Berlin? Verdächtiges Bauwerk in britischer Botschaft

Medien berichten über britische Spionageeinrichtung in der Berliner Botschaft. Snowden-Dokumente sollen das belegen.

Der britische Geheimdienst soll auf dem Dach der Botschaft im Berliner Regierungsviertel einen Horchposten betreiben. Das berichtet die Zeitung «Independent» unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.

Die Unterlagen sowie Luftaufnahmen und weitere Informationen legten nahe, dass dabei Hightech-Ausrüstung zum Einsatz komme. Auf dem Grundstück befinde sich ein zylinderförmiges Bauwerk, das Abhörstationen ähnlich sehe. Die zeltähnliche Vorrichtung sei von der Strasse aus nur schwer erkennbar.

Laut dem Bericht betreibt der britische Geheimdienst GCHQ auch Spähposten in diplomatischen Vertretungen weltweit.

Die britische Botschaft in Berlin steht nur wenige hundert Meter von der US-Botschaft entfernt in der Wilhelmstrasse. Das Gebäude wurde im Jahr 2000 eröffnet. Die Dienste der USA und Grossbritanniens arbeiten eng zusammen und sind zusammen mit Australien, Kanada und Neuseeland Teil des «Five Eyes»-Verbundes zum Austausch geheimer Informationen.

Google und Yahoo im NSA-Visier

Die «Washington Post» erhärtet den Vorwurf, der US-Geheimdienst NSA habe interne Netze von Google und Yahoo überwacht. Eine NSA-Präsentation enthalte Informationen, die man nur aus dem Netz der Online-Riesen, aber nicht aus dem öffentlichen Internet bekommen könne. Die Daten würden auf britischem Gebiet abgefangen, hiess es.