Zum Inhalt springen

International Steinmeier: Burkhalters Aufgabe ist verantwortungsvoll

Aussenminister Didier Burkhalter ist in der Nähe von Bern mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier zusammengetroffen. Dieser betont die Wichtigkeit der OSZE in der Ukraine-Frage. Burkhalter ist derzeit OSZE-Vorsitzender.

Legende: Video Steinmeier hofft auf internationale Vermittlung abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Vom 04.03.2014.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier glaubt, dass eine internationale Staatengemeinschaft Verantwortung für die Ukraine übernehmen müsse. Dies sagt er im Interview mit SRF. «Es kann nicht sein, dass 25 Jahre nach dem Mauerfall und mitten in Europa eine neue Spaltung eintritt.»

Das Risiko, dass auf einen politischen Konflikt ein Blutvergiessen folge, sei gegeben, sagt Steinmeier. «Es braucht deshalb ein internationales Format, bei dem sich Russland und die Ukraine begegnen.» Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wäre gemäss Steinmeier dafür geeignet.

Politische Beilegung geht vor

«Die OSZE hat grosse Erfahrung – vor allem in Osteuropa», betont der deutsche Aussenminister. Das sei enorm wichtig. Dem Schweizer Bundespräsidenten Didier Burkhalter als Chairman in dieser Sache misst er eine grosse Bedeutung zu. Die Rolle sei verantwortungsvoll. «Ich wünsche mir, dass Didier Burkhalter sich bereit erklärt, diese Verantwortung zu übernehmen.»

Die OSZE ist im Gespräch für eine internationale Vermittlungsmission, bei der sowohl Russland als auch die Ukraine mit am Tisch sitzen sollen. Bei ihrem Gespräch in Bern waren sich die beiden Politiker einig, dass auch unter grossem Zeitdruck alle Chancen für eine politische Beilegung des Konflikts genutzt werden müssen.

Die Schweiz hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal – nach 1996 - den OSZE-Vorsitz inne. Burkhalters Amtsvorgänger war ausgerechnet der ukrainische Aussenminister Leonid Koshara.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die EU ist Konfliktpartei, weshalb sie selber gar nicht vermitteln kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von A. Scheifele, Kaltental
      so ein Blödsinn!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von A. Burri, Luzern
      ....ob Steinmeier oder Steinbrück--> diese SPD-Personen suchen ohnehin nur den Konflikt....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Die EU ist wahrscheinlich weit mehr als nur eine Konfliktpartei. Möglicherweise war ihr Expansionsdrang von der Gestalt, dass sie massgeblich diesen Konflikt auslöste. Es gibt viele Hinweise, die in diese Richtung gehen. Absage Sotschi, extensive Orchestrierungen eines Zerrbildes in den Medien bezüglich der Menschenrechtsverletzungen, die es ja da tatsächlich auch gibt, usw., welches dezidiert nach einem typischen BAD-GUY (Putin) förmlich roch. Dumm nur, dass da nicht alles plausibel ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    «Es kann nicht sein, dass 25 Jahre nach dem Mauerfall und mitten in Europa eine neue Spaltung eintritt.» - Doch, doch Herr Steinmeier, das kann eben leider sein. Vor allem, wenn man sich in innere Angelegenheiten fremder Staaten einmischt, weckt man Geister, die man besser nicht wecken sollte. - Daran hätten genau Sie Herr Steinmeier auch denken müssen. - Jetzt haben wir den Salat und keiner will's gewesen sein. Und Putin eignet sich gleich auch noch als "Bad-Guy". Sehr bequem oder?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Die Ami's, heute speziell auch die EU sollten sich an diese Kuba-Krise von damals erinnern. Damals schrammten wir alle haarscharf an einem Atom-Krieg vorbei. Und heute haben wir wieder eine sehr gefährliche Situation, die jederzeit ausser Kontrolle geraten kann. Damals waren es 2 die sich gegenüber standen. Heute sind es 3 die sich gegenüber stehen und allmählich die Nerven verlieren. - Diese Idioten lernen es wirklich nie! Gott sei Dank sind wir nicht in der EU und NATO.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen