Zum Inhalt springen

International Steinmeier: «Solidarität darf sich nicht auf Europa beschränken»

Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien hat der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier die Golfstaaten aufgefordert, mehr zur Bewältigung des Flüchtlingsstroms zu tun. Denn die Golfstaaten haben – im Unterschied zu Deutschland – bislang kaum Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier auf dem Flughafen von Riad, begleitet vom deutschen Botschafter in Saudi-Arabien.
Legende: Frank-Walter Steinmeier bei der Ankunft in Saudi-Arabien: «Die Golfstaaten tragen eine grosse Verantwortung.» Keystone

Zum Auftakt seines Besuchs in Saudi-Arabien hat der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier in einem Interview mit der saudischen Tageszeitung «Aschark al-Ausat» den Golfstaaten ins Gewissen geredet.

Die Solidarität in der Flüchtlingskrise dürfte sich nicht auf Europa beschränken, sagte Steinmeier. «Auch die Staaten des Nahen Ostens tragen eine grosse Verantwortung bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms.»

Welche Staaten er konkret meint, sagte Steinmeier nicht. Die Golfstaaten standen immer wieder in der Kritik, weil sie bisher kaum Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben. Sie befürchten, durch die Einreise von vielen Flüchtlingen könnte die innere Stabilität gefährdet werden. In Deutschland hingegen kommen zahlreiche Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland an.

Steinmeier traf am Sonntagabend in der saudischen Hauptstadt Riad ein. Am Montag steht ein Gespräch mit König Salman auf dem Programm. Dabei dürfte der Bürgerkrieg in Syrien zur Sprache kommen. Saudi-Arabien ist die Schutzmacht der Sunniten. Zu dieser Konfession bekennt sich ein Grossteil der Aufständischen in Syrien.

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Europa hat sich schwer zuschulden kommen lassen, dass es diese Wahnsinnigen hat gewähren lassen: "US-General Wesley Clark - Syrienkrieg seit 10 Jahren geplant [02.03.2007]" Diese Zeugenaussage & alle Fakten dazu sollte eigentlich genügen, die USA vor einem int. Prozess zu zehren, wie damals D in Nürnberg. Dann kehrt vielleicht Frieden auf der Welt ein. Die Aussagen Clark zeigen, was man Putin ohne Beweis unterstellt, ein brutaler Invasor zu sein, das sind die USA in extremem Ausmass.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Nun Sie scheinen richtig zu liegen... nur muss man sehen, die Welt bereitet sich auf die "Endzeit" vor, wenn Resourcen knapp werden will JEDER seine Finger auf den Ueberbleibseln haben.. und diese Kriege sind die Vorbereitung dafuer.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Die USA haben die EMRK nicht ratifiziert und ausserdem erreicht, dass die USA oder ein US Soldat sich nicht vor dem int. Gericht in Den Haag rechtfertigen müssen. Da wäre auch jedes Gericht überfordert bei der Liste: Wikipedia: Liste_der_Militäroperationen_der_Vereinigten_Staaten Die Welt hätte ohne die US Drahtzieher, sofort den Frieden und eine Existenz für alle Weltbewohner. Die führenden Politiker benehmen sich als hätten sie keine Kinder.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von SRF News
      Guten Tag Frau Helmers, zur Info: Die EMRK – Europäische Menschenrechtskonvention – ist eine sogenannte geschlossene Konvention und kann nur von den Mitgliedern der Europäischen Union oder des Europarates unterzeichnet werden. Die Schweiz ist seit 1963 Mitglied im Europarat. Die USA hat nur Beobachterstatus. Beste Grüsse
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Wie tief ist Deutschland gesunken, mit Waffenlieferungen an die Saudis, welche mit der Bombardierung im Jemen gerade neue Flüchtlinge produzieren zu verhandeln?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christophe Bühler ((Bühli))
      PS: Solidarität,..die gediegene, echte, Verbundenheit schaffen die Deutschen weder in Deutschland noch in Europa, weshalb dann in die Ferne schweifen? Bei der Vorbereitung auf den 3ten WK, die zur Zeit abläuft, wäre es besser zuerst den eigenen Stall auszumisten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wenn es schon der TR um Geschäfte geht, wie werden sich da die reicheren Emirate verhalten. Weder haben viele Syrer den Wunsch, in die Emirate zu emigrieren noch werden diese normale Syrer aufnehmen. Und so lange sie mit den USA jeden Oppositionellen (inklusive IS) mit Ausrüstung beliefern (dürfen), wird das Morden, die Zerstörung und das Chaos in Syrien, Irak, Libyen etc. weitergehen. Die USA streben bereits seit 2003 aktiv eine neue Machtordnung in Nahost an: Kontrolle über Rohstoffe.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen