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International Steinmeier will Ukraine weiter unterstützen

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier hat der ukrainischen Übergangsregierung in Kiew weitere Hilfe bei der Stabilisierung des Landes zugesagt. Die Krim-Krise habe die Gefahr einer neuen Spaltung Europas heraufbeschworen, betonte Steinmeier bei seinem Besuch in Kiew.

Steinmeier und Arseni Jazenjuk
Legende: Steinmeier (links) sagte der Ukraine und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk weitere Unterstützung zu. Keystone

«Wir wollen die Stabilisierung des Landes unterstützen, so gut wir das können», sagte Steinmeier nach einem Treffen mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk. «Wir treffen uns heute hier, weil wir wissen, dass die Situation immer noch dramatisch ist.»

Die Krim-Krise habe die Gefahr einer neuen Spaltung Europas heraufbeschworen, betonte Steinmeier. Er sei nun froh, dass es gelungen sei, eine Beobachtermission der OSZE auf den Weg zu bringen.

Minderheiten berücksichtigen

Steinmeier lobte zudem die Absicht der ukrainischen Regierung, auch die Bevölkerung im Osten des Landes in ihre Politik einzubinden. «Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass Minderheitenrechte berücksichtigt werden. Das sind gute Signale, die das Land in dieser Situation braucht», sagte der deutsche Politiker. Er bezog sich auf eine Rede Jazenjuks vor einigen Tagen, in der dieser erklärte, dass die Regierung für das gesamte Volk und für alle Teile der Ukraine verantwortlich sein müsse.

Jazenjuk lobte erneut das am Freitag abgeschlossene Assoziierungsabkommen mit der EU. «Das ist etwas, was Millionen von Ukrainern erhofft haben», sagte er. Der Ministerpräsident bat die EU auch um Zusammenarbeit im militärtechnischen Bereich. «Wir müssen die ukrainischen Streitkräfte neu umrüsten und verstärken», sagte er laut Übersetzung. Zudem werde das Land Gaslieferungen aus der Europäischen Union brauchen, um den Energiebedarf decken zu können.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Christina Bernegg, Horw
    Und es geht weiter,nach der Krim will die EU ein schnelles Abkommen mit Moldawien.Ein für August geplantes Assoziierngsabkommen zwischen EU und Moldawien soll schleunigst vorgezogen werden.Brüssel müsse Putin zuvorkommen,so Jean-Claude Junker.Und wär ist wohl der nächste??
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    1. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      Die Eu will auch Georgien in ihre Friedensoperation einbinden! Wann emanzipieren sich endlich die Länder Europas von den angloamerikanischen Unterdrückern und verweigern den Kadavergehorsam????Der uns alle in eine Katastrophe führt.
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Spaltung Europas: Sollte es soweit kommen, haben Steinmeier und Kollegen sehr aktiv mitgeholfen. Was zählt er überhaupt zu Europa? Wenn er nun Sorgen darüber hat ist das reine Heuchelei. Jazenjuk muss auch ziemlich blauäugig sein: Was der alles von der EU erwartet. Weder kann seine nicht intakte Armee innert nützlicher Frist auf Vordermann gebracht werden noch strömt das Gas ab sofort vom Westen her in sein Land.
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  • Kommentar von UdoGerschler, Frankenberg
    Der Schlaumeier ? Steinmeier muss wie schon oft deutsche Polikiker im letzten Jahrhundert die Welt vor dem bösen Russen verteidigen.Wie das endete hat man ja gesehen.
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