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International Steuerabkommen USA-Schweiz nimmt Hürde

Ein US-Senatsausschuss hat das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz gebilligt. Das Abkommen erleichtert es den USA, bei Verdacht auf Steuerhinterziehung bei den Schweizer Behörden Informationen einzuholen.

US- und Schweizer Fahne
Legende: Das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und den USA wurde bereits 2009 unterzeichnet. Keystone

Seit Jahren war das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und der Schweiz im amerikanischen Parlament blockiert. Nun hat die zuständige Kommission dem Abkommen zugestimmt.

Das Abkommen wurde bereits 2009 unterzeichnet, aber vom republikanischen Senator Rand Paul blockiert, weil es nach seiner Ansicht die Privatsphäre verletzt. Stimmt nun das Parlament dem Abkommen zu, würden die US-Steuerbehörden bei Verdacht auf Steuerhinterziehung leichter an Informationen aus der Schweiz kommen.

Wann sich der Senat insgesamt mit dem Steuerabkommen beschäftigt, ist noch nicht klar. Die USA gehen seit Jahren gegen eigene Bürger vor, die Geld auf Schweizer Bankkonten vor den Behörden versteckt hatten. Das Schweizer Parlament stimmte dem Doppelbesteuerungsabkommen vor über drei Jahren zu.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Ich hoffe das Abkommen beruht dann auf Gegenseitigkeit, d.h. auch US-Behörder sind dann verpflichtet Auskünfte über CH-Anleger in den USA und in US-Steueroaesen abzugeben.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Träumen Sie weiter. Sie müssen nur beachten, wie die USA mit der EU spielt. Die CH ist für die USA nur eine Zecke, die Schwarzgeld von US-Bürgern hortet. Dabei haben sie doch selber einige wunderbare Steueroasen. Sie werden sicher keine Leute vertreiben, die in den USA ihr "schwerverdientes" Geld in "Sicherheit" bringen möchten. Sonst gehen diese noch nach Asien. Und das wäre gar nicht schön für die arme USA.
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  • Kommentar von Thomas Zangerl (TZ)
    Jetzt hat die Schweiz noch das wunderbare Bankgeheimnis gehabt, die letzte Würde des Menschen hochgehalten, wettert gegen die EU und gibt gleichzeitig das Bankgeheimnis frei und dies dann auch noch gegenüber der USA. Ist ja wohl kontraproduktiv, oder? Muss denn ein CH-ler auch fürchten, dass die USA dies der CH meldet wenn er ein Konto dort hat? Wird also jeder Schweizer automatisch der CH mitgeteilt, der in den USA Kontobesitzer ist?
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    1. Antwort von Andreas Morello (Andreas Morello)
      Nein, die USA liefern keine Daten. Da der US-Dollar die Leitwährung und der US-Finanzmarkt der grösste der Welt ist, kann sich eigentlich kein Land (und kein grösseres Finanzinstitut) leisten, davon ausgeschlossen zu werden. Damit sitzt die USA bei Verhandlungen letztlich am längeren Hebel und versteht es ihre Interessen durchzusetzen.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      t.zangerl,wollte mein geld von einem konto in der schweiz auf ein anderes in der schwez transverieren,musste zuerst den beweis erbringen dass ich im letzten halbjahr nicht in der usa gewesen war.....mein bestehendes konto bei der bank wurde sogar solange blockiert,soviel zum bankgeheimnis das für die schweizer erhalten geblieben sei,wir werden belogen und verkauft von den eigenen Politikern
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  • Kommentar von Markus Breitschmid (Markus in Washington)
    Man liest und hört nur immer dass die US-Behörden Daten von Bürgern aus der Schweiz erhalten. Erhalten die Schweizer Behörden denn auch Daten von Bürgern in den USA?
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Eben gerade nicht - genauso wie Militärstützpunkte. Die USA haben über 700 Militärbasen ausserhalb ihres eigenen Landes - aber kein einziges Land hat einen Militärstützpunkt in der USA. Solche Tatsachen zeigen wo die Macht sitzt. Das Geld fliesst in die USA (Petrodollar, Gerichtsurteile), die Schulden aus den USA in die Welt (IWF), das Militär hat weltweit freie Hand, den letzten Punkt verkneif ich mir, da ich andernfalls über die "Netiquette" stolpere.
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