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International Stolpert Hillary Clinton über ihre E-Mail-Affäre?

Mindestens vier E-Mails, welche die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton über ihr Privates Mailkonto verschickt hatte, enthielten Geheiminformationen. Sie selbst sieht keine Schuld – und kümmert sich derweil weiter um ihre Präsidentschaftskanditatur.

Hillary Clinton bei einer Rede vor einer US-Flagge.
Legende: Als US-Präsidentin will Hillary Clinton das Wirtschaftswachstum nachhaltig verbessern. Keystone

Die E-Mail-Affäre der früheren US-Aussenministerin Hillary Clinton weitet sich aus. Mindestens vier Nachrichten, die während ihrer Amtszeit von einem privaten Mailkonto verschickt wurden, enthielten Geheiminformationen, wie der Generalinspekteur der Geheimdienste, Charles McCullough, in einem Brief an Kongressabgeordnete schrieb.

Das Schreiben wurde am Donnerstag verschickt und am Freitag veröffentlicht. Demnach wurden von insgesamt 30‘000 Mails 40 stichprobenartig untersucht. Vier von ihnen hätten Geheiminformationen enthalten, schrieb McCullough. Sie hätten demnach entsprechend markiert und über ein gesichertes Netz verschickt werden müssen.

Clinton betreibt Wahlkampf in New York

Die Demokratin Clinton, die Nachfolgerin von Präsident Barack Obama werden will, steht seit März wegen der Affäre in der Kritik. Republikaner werfen ihr vor, Transparenzregeln umgangen zu haben.

Clintons Sprecher Nick Merrill erklärte, die Politikerin habe sich im Umgang mit Geheiminformationen angemessen verhalten. Die frühere Ministerin hat stets betont, keine Gesetze oder Regeln gebrochen zu haben. Aus McCulloughs Schreiben geht nicht hervor, ob Clinton möglicherweise Verschlusssachen empfing oder versandte, ohne davon zu wissen.

Die Angeprangerte selbst kümmerte sich inzwischen lieber um ihre Präsidentschaftskandidatur. Mit Reformen bei Unternehmenssteuern und der Managerbezahlung will Clinton die Chancen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum verbessern. In einer Rede in New York kritisierte sie eine in ihren Augen schädliche Fixierung der Firmen auf den schnellen Erfolg.

Aussichtsreichste Kandidatin der Demokraten

Derzeit begünstigten die Gesetze einen «Quartalskapitalismus», der Firmen zu kurzfristigen Aktienkurssteigerungen ermutige. Damit würden aber die langfristigen Konjunkturaussichten und die Einkommenschancen der Mittelklasse beeinträchtigt, mahnte Clinton. «Das ist schlecht für die Unternehmen, das ist schlecht für die Löhne, und das ist schlecht für die Wirtschaft.» Sie sprach sich zugleich für mehr Transparenz bei Aktienrückkäufen aus.

Clinton hatte im April ihre langerwartete Bewerbung um die Präsidentschaft angekündigt. Die ehemalige Aussenministerin gilt als aussichtsreichste Anwärterin auf die Kandidatur der Demokraten im Rennen um die Präsidentschaft. Amtsinhaber Barack Obama – ebenfalls Demokrat – darf nach zwei Amtszeiten 2016 nicht erneut antreten.

47 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Eine demokratische Präsidentin wird den USA wahrscheinlich weniger Schaden zufügen als ein Republikaner - allerdings schätze ich die Kriegslust der USA als ungebrochen ein. Egal, wer als Präsident dereinst im weissen Haus amtet. Syrien und der Iran stehen ebenso auf dem "Speiseplan" wie Venezuela. - Jeder, der sich den wirtschaftlichen Interessen der US_Vormacht in den Weg stellt wird bestraft. Grundsätzlich führen die USA ihre Kriege immer "ausser Haus", denn das hat gewichtige Vorteile.
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    1. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      "Kriegslust der USA" – das musste doch einfach wieder einmal gesagt sein, nicht wahr :-) Ich konstatiere nüchtern, dass in Syrien seit Jahren ein grauenvolles Gemetzel im Gang ist, ohne dass die USA eingreifen. Auch in Libyen wurde die Initiative den Europäern überlassen. Mit Iran hat man (in Zusammenarbeit mit Russland und China) soeben ein Abkommen geschlossen, auch in der UA hält man sich sehr zurück, mit Kuba gibt es ein "Tauwetter", und Venezuela? Die sind selber schuld an ihrer Misere....
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    2. Antwort von m.mitulla, wil
      Das stimmt schon, F.Buchmann, die USA greifen (noch nicht) direkt ein in Syrien, abgesehen von Drohnenbombardierungen und Waffenlieferungen, denn die Gefolgschaft im UNO-Sicherheitsrat wurde ihnen verweigert. Wenn Assad dereinst weggebombt sein wird, nun auch mit Hilfe der Türkei, wird mit ihm auch der Schutz der Minderheiten (Christen, Drusen, Alewiten, Kurden u.a.) in Syrien weg sein. Der IS ist derzeit die stärkste Kraft in Syrien und würde an die Macht nachrücken.
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    3. Antwort von m.mitulla, wil
      ..und weiterhin werde ich mir erlauben, die KRIEGSLUST der USA herauszustreichen. Einige Stichworte. Vietnam, Mossadegh, Pahlewi, Iran-Irakkrieg, Irak, Somalia, Afghanistan, Guantanamo… In Lybien wurde unter falschen Aussagen eine Flugverbotszone erwirkt. Die Geschichten dazu und zu den Kriegslügen kennen Sie wahrscheinlich schon alle. Ebenso hat Süd- und Mittelamerika seine eigenen Kriege mit den USA erlebt, auch da ging es um Öl + Gas + wirtschaftliche Ausbeutung.
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    4. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      m.mitulla, die russischen Vetos haben ein frühzeitiges Eingreifen der UNO in Syrien verhindert. In Libyen hat ein skrupelloser Diktator auf die berechtigten Wünsche seines Volkes mit dem brutalen Einsatz einer aus Erdölgeldern finanzierten Söldnerarmee reagiert. In beiden Fällen ging es zunächst um vernünftige Forderungen friedlicher Menschen. Auch zu Ihren anderen Stichworten liesse sich viel sagen, was aber den hier vorgegebenen Rahmen sprengen würde.
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      P.S. Nehmen wir nur EIN Beispiel aus Ihrem Stichwortkatalog: Mossadegh. In den 50ern hat eine noch sehr virulente UdSSR weltweit versucht, ihre Leute zu platzieren. Die USA haben in diesem Wettlauf nicht sehr zimperlich und meist übertrieben reagiert, aber im Nachhinein ist man immer klüger. Und in der gleichen Zeit gab es die Aufstände in der DDR und in Ungarn, wo das Volk bekanntlich auf brutalste Weise daran gehindert wurde, seinen eigenen Weg zu finden. Man muss alles im Kontext sehen....
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  • Kommentar von Peter Joos, Beckenried
    Wow! Erstaunlich, mit wie viel Sachverstand die Leute über den Job einer Aussenministerin urteilen. Offenbar sind sie alle bestens orientiert über die komplexen globalen Vorgänge der heutigen Zeit. Ich hoffe, dass der/die zukünftige Präsident/in so viel Erfahrung mitbringt, wie sie Hillary Clinton als First Lady und Aussenministerin hat sammeln können! Aber heute regt man sich lieber über sogenannte Mail- und SMS-Affären auf als über sozial, politisch und wirtschaftlich relevante Probleme!
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    1. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ P. Joos 1: Von wegen Sachverstand: Zur Unterscheidung von Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines anderen Menschen (Sokrates 470-399 v. Chr.).Von welchen komplexen Erfahrungen der Frau sprechen Sie?Von der blutigen Spur,welche sie hinter sich herzieht?Es ist offenes Geheimnis,dass die Frau mit der grossen Klappe, 2011 federführend die Durchsetzung der Flugverbotszone in Libyen erzwang und danach den Obama solange bekniete,bis dieser den Mu’ammar al-Qaddhafi zum Abschuss freigab.
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    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Und wissen SIE, R.R.Blaser, eigentlich noch, wie Ghadaffi damals daran war, mit einer aus seiner Erdöl-Schatulle bezahlten Söldnerarmee und seiner Luftwaffe am eigenen Volk ein gnadenloses Gemetzel zu veranstalten, weil er etwas gegen den "Arabischen Frühling" hatte? Militärisch eingegriffen haben dann bekanntlich NUR die Europäer!
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    3. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ P. Joos 2: Der Frau mit ihrer Nation und deren Komplizen nun zu erlauben, sich klammheimlich aus derVerantwortung zu stehlen,ist absurd! Nach Verursacherprinzip hat die Frau für die verursachten Flüchtlingsströme Verantwortung zu übernehmen und muss Aufnahme und Versorgung derselben organisieren. Platz genug haben sie. Im Übrigen ist diese Frau nur eine narzisstische Naziperson dieser, unserer Generation, eine Massenmörderin, Kriegsverbrecherin und Verbrecherin gegen die Menschlichkeit.
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    4. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      "Die Frau" ist einfach an allem schuld, nicht wahr, R.R.Blaser? Solche Hasstiraden sagen sehr viel, nicht über Hillary Clinton und ihr Land....
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    5. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ F.Buchmann:Einschätzung ist gerecht+Klartext fürMachtmissbrauch derFührer der Schurkenstaaten+deren Komplizen,welcheNarrenfreiheit beanspruchen+ erhalten.DürfenUSAaberRecht beanspruchen,Muslime zu massakrieren+gegen unsere gerettetenVorfahren aufzurechnen,indem sie sich selber wieNazis gebärden? Frau ist an vordersterFront für totaleVernichtung mitMillionen vonOpfern verantwortlich.Wer das nicht anerkennt,diskreditiert seine moralische Integrität.Mit Hasstiraden hat das nichts zu tun.
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    6. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      R.R.Blaser, man kann nicht "gerecht" sein, wenn man mit so viel Wut im Bauch schreibt. Woher diese kommt, kann ich von Weitem nicht sagen. Ich weiss nur, dass Hillary Clinton nur eine Chiffre für etwas ganz Anderes sein muss!
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    7. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ F.Buchmann:Ja,Wahrheit ist schmerzhaft+Einsicht,dass sichMutter aller Demokratien innert wenigerJahrzehnte von moralischerAutorität zu1emBeispiel von Falschheit+Staatsterrorismus mauserte,wo wir gegen Mächtige+Gewaltige,nämlich gegenHerren+Damen dieserWelt,die in derFinsternis herrschen,anzutreten haben.Sie schreiben zwar auf grünemPapier„AufGott vertrauen wir“!FrüherenNazis hat aber„Gott mit uns“aufGürtelschnalle auch nichts genutzt.WahreGerechtigkeit wird aber kommen+uns alleERSCHRECKEN!
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    8. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ F. Buchmann: Ja,Wahrheit ist schmerzhaft+Einsicht,dass sichMutter aller Demokratien innert wenigerJahrzehnte von moralischerAutorität zu1emBeispiel von Falschheit+Staatsterrorismus mauserte,wo wir gegen Mächtige+Gewaltige,nämlich gegenHerren+Damen dieserWelt,die in derFinsternis herrschen,anzutreten haben. Sie schreiben zwar auf grünemPapier„AufGott vertrauen wir“!FrüherenNazis hat aber„Gott mit uns“aufGürtelschnalle auch nichts genutzt.WennGerechtigkeit kommt,wird sie uns alle erschrecken!
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    DieFrau ist bereits betagt+gesundheitlich angeschlagen.Leistungsausweis ist miserabel +der einerVerliererin auf ganzerLinie!EigenesBüro im westlichenFlügel alsFirstLady nützte nichts fürDurchbruch inKrankenkasse,alsSenatorin stimmte sie für denKreuzzug imIrak,mit gigantischemChaos+Millionen vonOpfern+alsAussenministerin verursachte sie mörderischeKatastrophe inLibyen+gegenwärtiges Flüchtlingschaos. Menschheitsgeschichte wird sich HillaryDianeRodhamClinton jedenfallsNIEin Dankbarkeit erinnern.
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