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International Strassenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt haben Demonstranten das Parlamentsgebäude attackiert. Dabei ist es zu Strassenschlachten mit der Polizei gekommen. Warum demonstriert wurde, blieb zunächst unklar.

Legende: Video Zusammenstösse zw. Demonstranten und Polizisten (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.10.2014.

Mehrere tausend Demonstranten haben sich vor dem Parlament in Kiew eine Strassenschlacht mit der Polizei geliefert. Die zum Teil vermummten Demonstranten zogen vor das Hauptportal des ukrainischen Parlaments. Danach bewarfen sie das Gebäude und die Polizisten mit Steinen und Rauchbomben, einige schossen zudem mit Luftgewehren. Die meisten Fenster im ersten Stock gingen dabei zu Bruch, wie ein Reuters-Fotograf berichtete.

Die Forderungen der Demonstranten blieben zunächst unklar. Die nationalistische Partei Swoboda wie auch der rechtsextreme Rechte Sektor bestritten jede Beteiligung.

Neues Anti-Korruptions-Gesetz

Im Parlament hatten die Abgeordneten den neuen Verteidigungsminister Stepan Poltorak bestätigt und Anti-Korruptions-Gesetze verabschiedet. Sie beschlossen die Einrichtung eines Antikorruptionsbüros sowie eine Reform der Generalstaatsanwaltschaft. Diese war von der Europäischen Union zur Bedingung für ein Partnerschaftsabkommen gemacht worden.

Wegen der Krawalle vor dem Gebäude wurde die Parlamentssitzung unterbrochen. Ein Mitarbeiter des Innenministeriums sprach von einer Provokation mit dem Ziel der Destabilisierung des Landes.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von M.Krebser, BE
    Der 14. Okt.wird traditionell von den ukrainischen Faschisten gefeiert. Es ist der Jahrestag der berüchtigten “Ukrainischen Aufständischen Armee”, die 1942 vom ukrainischen Nazis Stepan Bandera gegründet wurde. Während des Zweiten Weltkrieges kämpfte die UPA zusammen mit Hitler gegen die Sowjetarmee. Die heute immer noch verherrlichten Nazis der UPA, töteten etwa 400.000 russische, polnische und jüdische Zivilisten---> DWN: "Ukraine: Brutale Angriffe von Rechtsextremen bei Demonstration in Kiew"
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  • Kommentar von S. Meier, Adliswil
    Das waren nicht normale Demonstranten, sondern die Svoboda und der Rechte Sektor, die marschierten. Der 14. Oktober ist für sie ein besonderer "Gedenktag". Es wird die UPA geehrt, die im WII verantwortlich, für den Genozid an Polen in Wolhynien, Ostfalizien und Juden, gemacht wird. Auch in Kharkov gab es Kundgebungen. Das machen die jedes Jahr und man findet alles auch unverblümt auf youtube oder Twitter.
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    1. Antwort von S. Meier, Adliswil
      P.S. Auch Mitglieder des Batallion Azov sind marschiert
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    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Der obige, natürlich satirisch gemeinte Beitrag soll verdeutlichen, wie lächerlich es ist, wenn die immer gleiche Propaganda-Gemeinde keine Gelegenheit auslässt, die Ukraine in Grund und Boden zu stampfen. Niemand weiss, welche Krawallbrüder da am Werk waren. Angesichts der Reformen, die währenddessen im Parlament behandelt wurden, darf davon ausgegangen werden, dass sie diese verhindern und den sich modernisierenden ukrainischen Staat lähmen wollten.
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    3. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      P.S. Anscheinend möchten Sie meinen oben erwähnten satirischen Kommentar nicht bringen? Schade, ich wollte einfach einmal dieses ewige Ukraine-Bashing ad absurdum führen :-)
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    4. Antwort von David Neuhaus, Winterthur
      @ Felix Buchmann, ist das nun absolute Realitätsverweigerung? Sehen sie die Fahnen nicht, hören sie die Parolen nicht? Mir kommt das vor wie nach dem Moto: Was ich nicht wissen will, das darf nicht sein. Auch wenn die Realität schmerzhaft ist kann man sich doch dieser nicht ewig verweigern?
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Ach so, SIE kennen natürlich DIE Realität, David Neuhaus :-) Schliesslich waren Sie ja vor Ort und kennen diese Leute alle? Mit irgendeiner Fahne herumlaufen kann jeder, z.B. auch ein Provokateur, der zeigen will, wie faschistisch die Ukrainer sind, das heisst überhaupt nichts! Realität ist etwas sehr Vielschichtiges, Undurchsichtiges, mit simplem Schwarzweiss-Denken kommt man da nicht weit! Tatsache ist: Es gibt Kräfte, welche die Ukraine reformieren, und andere, welche sie lähmen wollen....
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    6. Antwort von S. Meier, Adliswil
      @Felix Buchmann, hier noch ein Artikel zum Thema: http://www.bild.de/politik/ausland/ukraine/neonazi-spuk-38159642.bild.html
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    7. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Jetzt beruft sich S.Meier sogar noch auf die "Bild-Zeitung", um zu "beweisen", wie verbrecherisch und faschistisch die Ukraine ist! Soll ich nun mit entsprechenden "Beweisen" für die russische Neonazi-Szene kommen? Bei den letzten Präsidentenwahlen hat das ukrainische Volk dem Swoboda-Kandidaten eine dröhnende Abfuhr erteilt. Bleibt zu hoffen, dass das Resultat der bevorstehenden Parlamentswahlen trotz Krieg, Elend und Hass auf den Aggressor Putin ähnlich deutlich ausfällt.
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  • Kommentar von Karl Paul, St. Gallen
    Auf dem Video sieht alles sehr organisiert aus. Das ist keine Demo vom Unzufriedenen. Interessant wäre es zu erfahren, wo diese Fahnen hergestellt wurden. Ich schätze mal in Russland?
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    1. Antwort von David Neuhaus, Winterthur
      Genau Karl Paul, auch an dieser Demo sind die bösen Russen schuld, wie am schlechten Wetter, der Finanzblase, unseren Steuern und Hüneraugen. Langsam wirds wirklich lächerlich mit der Hetze gegen die RF und Putin
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Eben zuerst den Bericht gelesen dachte ich: Bin ja gespannt auf die Kommentare dazu. Es finden sich sicher sofort wieder jene, welche es Russland zu schieben wollen. Und voilà, schon der erste Kommentar ordnet die Protestierenden den Russen zu.
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Gesicherte Infos oder naheliegende Zusammenhänge? Sonst sind das alles nur nicht weiter führende Mutmassungen, wer dahinter stecken könnte mit welchen Absichten. Aussagen der UK-Regierung sind auf keinen Fall vertrauenswürdig - wie auch Aussagen aus dem Westen.
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    4. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @E. Waeden: Zitat DWN: "Anton Gerashchenko vom Innenministerium sagte, die Ausschreitungen könnten eine vom russischen Geheimdienst inszenierte Provokation gewesen sein." Eben "könnte". Aber da von der UK-Regierung, ohnehin nicht vertrauenswürdig - die lügen wie gedruckt. Ohne weiteres Hintergrundwissen kann man wohl nichts über die Hintergründe sagen.
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Wissen Sie, E.Waeden, wenn in Putins Russland anständige Bürger für den Frieden demonstrieren oder Soldatenmütter sich Gehör verschaffen, machen Sie und Ihresgleichen aus diesen Leuten sofort von den USA bezahlte Agenten. Hinter den Krawallen in Kiew finstere Interessen zu vermuten liegt da wesentlich näher....
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    6. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ F. Buchmann: Und es gibt Kräfte, denen ist die UK egal, sie wollen das Land für ihre Zwecke nutzen (geopolitische Machtspiele, Rohstoffgewinnung u.a.): "Lobbyisten machen Weltpolitik Aggressiv gegen Russland: Für den Clan von US-Vize Biden geht es um viel Geld", "Ukraine: Söldner aus Europa kämpfen gegen Rebellen" usw.
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    7. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      H.Bernoulli, woher wissen Sie das alles so genau? Warum sind Sie der festen Überzeugung, der "Westen" sei der "Hort des Bösen"? Was hindert Sie daran, einmal die andere Seite zu sehen? Den ungeheuerlichen, skrupellosen Machtanspruch der Putin-Clique? Seltsam, wie Sie und eine Handvoll Mitstreiter seit Monaten eine durch und durch einseitige Sichtweise propagieren, in völliger Verkennung unumstösslicher Fakten....
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    8. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ F. Buchmann: Ich sage nicht, dass Putin kein Machtanspruch hat und nicht auch Gewalt zulässt/anwendet. Putin bleibt für mich eine sehr problematische Person. Im UK-Konflikt hat er aber sehr geschickt und einigermassen deeskalierend gewirkt. Die unumstösslichen Fakten sind die, dass der Westen in der UK mit Faschisten& Kriegsverbrecher der übleren Sorte paktiert. Und whs. ist der Absturz von MH17 eine false-flag Op. Seit 9/11 sollte klar sein, wozu die USA fähig sind.
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    9. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Soso, H.Bernoulli, Putin wirkt "deeskalierend"?? Immerhin ist er der Auslöser des Desasters, einer, der die Ukraine als "nahes Ausland" betrachtet und solche Länder einer Art modernisierter "Breschnew-Doktrin" unterwirft. Wären die Baltischen Staaten nicht bei der Nato, könnte er auch dort seinen hybriden Krieg inszenieren. Faschisten gibt es überall, auch in der RF, und Putin arbeitet eng mit den ihn bewundernden Rechtsextremen des Westens zusammen. P.S. Keine haltlosen Behauptungen zu MH17!
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