Strauss-Kahn soll wegen Zuhälterei vor Gericht

Nahm er an illegalen Sex-Partys mit Prostituierten teil? Sex: ja, Dirnen: nein – dies sagt der ehemalige IWF-Chef. Definitiv klären wird es das Strafgericht – ausser die Staatsanwaltschaft interveniert.

Dominique Strauss-Kahn

Bildlegende: Soll wegen schwerer Zuhälterei vor Gericht: Dominique Strauss-Kahn. Reuters

In der Affäre um einen Callgirl-Ring wird Dominique Strauss-Kahn vermutlich der Prozess gemacht. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll wegen «schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei» auf die Anklagebank.

Bei den Vorwürfen geht es um die Organisation von illegalen Sex-Partys mit Dirnen, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe Polizisten und Geschäftsmänner teilgenommen haben sollen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Lille mit.

Strauss-Kahn bestreitet nicht, von 2009 bis 2011 in Luxushotels an Sex-Partys teilgenommen zu haben. Er will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Dirnen handelte.

Mitte Juni hatte die Anklage aus Mangel an Beweisen die Einstellung des Verfahrens gegen Strauss-Kahn beantragt. Die ermittelnden Untersuchungsrichter sahen dies aber anders und erhoben Anklage. Dagegen könnte nun die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel einlegen. Ob sie dies auch tun wird, ist unklar.