Angestellte wollen mehr Geld Streik legt Berliner Flughäfen lahm

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Streik an Berliner Flughäfen

0:19 min, vom 10.3.2017

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Streik hat am Morgen um 04 Uhr begonnen.
  • Betroffen sind die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld.
  • Hunderte Flüge fallen aus.
  • Derzeit findet in Berlin die Internationale Tourismus-Börse statt. Auch deren Besucher sind betroffen.

Wegen eines Streiks des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld fallen Hunderte Flüge aus. Es seien fast alle Verbindungen betroffen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. In Tegel wurden 455 Verbindungen inklusive Frachtflüge gestrichen, in Schönefeld waren es 204.

Viele Reisende seien vorab darüber informiert worden und gar nicht erst zu den Airports gekommen. Es ist damit zu rechnen, dass der Ausstand auch zahlreiche Besucher der laufenden Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt trifft.

Streik endet am Samstagmorgen

Bisher gebe es keine Streikbrecher, sagte der Streikleiter der Gewerkschaft Verdi. «Unser Streikaufruf wird von den Beschäftigten befolgt.» In einer Urabstimmung vor rund einer Woche hatten sich 98,6 Prozent der Verdi-Mitglieder für den Ausstand ausgesprochen.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist der andauernde Tarifstreit zwischen Verdi und dem Forum der Bodenverkehrsdienstleister, in dem die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert sind.

Die Gewerkschaft hatte die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals zum Streik aufgerufen. Er begann am Morgen um 4 Uhr morgens und soll bis Samstag 5 Uhr dauern. Auch nach Ende der Arbeitsniederlegungen seien noch Einschränkungen zu erwarten, hiess es bei der Flughafengesellschaft.

Fluggäste der Fluggesellschaften Lufthansa, Eurowings und Air Berlin können ihre elektronischen Tickets für Flüge innerhalb Deutschlands in einen Reisegutschein der Deutschen Bahn umwandeln lassen, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Flüge ab Zürich gestrichen

Der Streik in Berlin Tegel hat Auswirkungen auf die Schweiz: Bei der Swiss fallen 14 Flüge in die deutsche Hauptstadt aus. Die Airlines weist auf ihrer Website darauf hin, dass betroffene Passagiere gar nicht erst zum Flughafen Zürich anreisen sollten. Bei Swiss gebuchte Flüge können kostenlos umgebucht werden. Wer gar nicht mehr fliegen will, erhält sein Geld zurück.
Auch andere Airlines wie Air Berlin oder Easyjet annullierten ihre Berlin-Flüge.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Lufthansa bleibt am Boden

    Aus Tagesschau vom 9.11.2015

    Die Flugbegleiter von Lufthansa setzen ihren bisher grössten Streik fort. Nach einer Pause am Sonntag sind aktuell über 900 Flüge und 100‘000 Passagiere betroffen.

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    Aus 10vor10 vom 11.5.2015

    Seit Tagen streiken in Deutschland die Erzieher von Kindertagesstätten. So mussten zehntausende Eltern eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. Mögliche Lösungen sind, die Kinder auf die Arbeit mitzunehmen, sogenannte Notfall-Kitas oder die Grosseltern.