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Streit um Atomtests USA schicken Kampfjets vor die nordkoreanische Küste

Ein F-15C-Kampfjet der US-Airforce startet von der Kadena Air Base in Japan. Die Jets begleiteten die B1B-Bomber.
Legende: Ein F-15C-Kampfjet der US-Airforce startet von der Kadena Air Base in Japan. Die Jets begleiteten die B1B-Bomber. USDOD
  • Im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen-Programm haben die USA Langstreckenbomber und Kampfjets in den internationalen Luftraum vor die Ostküste Nordkoreas fliegen lassen.
  • Es sei das erste Mal in diesem Jahrhundert, dass US-Kampfflugzeuge oder Bomber so weit nördlich der entmilitarisierten Zone vor der nordkoreanischen Küste geflogen seien, teilte das Pentagon mit.
  • Der nordkoreanische Aussenminister drohte den USA vor der UNO daraufhin unverhohlen mit einem Angriff.

Die USA liessen mehrere B-1B-Bomber aus Guam und Kampfjets aufsteigen. «Die Mission ist eine Demonstration amerikanischer Entschlossenheit und eine klare Botschaft, dass Präsident Trump viele militärische Optionen hat, jeder Bedrohung zu begegnen», hiess es.

«Wir sind bereit, die volle Bandbreite militärischer Fähigkeiten zu benutzen, um unser Heimatland und unsere Verbündeten zu schützen.»

Angriffige Rede

Nordkoreas Aussenminister Ri Yong Ho erklärte unterdessen in New York, die USA sollten «lieber zweimal nachdenken», bevor sie Pjöngjang mit militärischen Mitteln provozieren würden.

Trump habe mit seiner Ansprache einen «unumkehrbaren Fehler» gemacht, sagte Ri bei der UNO-Generaldebatte in New York. Der «Besuch unserer Raketen im gesamten US-Festland ist unvermeidlich geworden». Nordkorea werde «erbarmungslose, präventive Schritte» ergreifen, wenn die USA versuchen würden, das Hauptquartier in Pjöngjang oder das Militär Nordkoreas zu «köpfen».

In seiner Ansprache konterte Ri die harte Rhetorik Trumps mit ähnlich scharfen Tönen. Trump sei ein «Geisteskranker voller Grössenwahn und Selbstgefälligkeit», sagte Ri. «Niemand ausser Trump selbst ist auf einer selbstmörderischen Mission», sagte Ri, der damit Trumps Angriff auf Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zitierte.

Trump mangele es an «grundlegendem Allgemeinwissen», dem die Konsequenzen seiner Worte möglicherweise nicht bewusst seien. Falls unschuldige Amerikaner im Konflikt der beiden Länder verletzt werden sollten, sei Trump dafür «total verantwortlich», sagte Ri.

Der US-Präsident antwortete auf Twitter – mit einer Drohung. Sollte Nordkoreas Aussenminister die Gedanken von Machthaber Kim Jong Un wiedergeben, «werden sie nicht mehr lange da sein». Trump nannte Kim erneut «Little Rocket Man», eine Bezeichnung, die er bereits in seiner Rede vor der UNO verwendet hatte.

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