Südafrika ehrt Nationalhelden Mandela

Sechs Minuten und sieben Sekunden Krach und Schweigen: Mit einer ungewöhnlichen Aktion wird heute in Südafrika landesweit der erste Todestag von Nelson Mandela begangen.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen ehrt Südafrika den heute vor einem Jahr verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela. Geplant sind unter anderem ein inter-konfessioneller Gottesdienst in Pretoria und eine Kranzniederlegung durch Mandelas Weggefährten im Kampf gegen die Apartheid.

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Seine Enkelin erinnert sich an Mandelas Todestag (Originalton)

0:27 min, vom 5.12.2014

Um 09.56 Uhr und 53 Sekunden (Ortszeit) soll das Gedenken mit einer landesweiten Aktion eröffnet werden. So soll zunächst drei Minuten und sieben Sekunden lang Krach geschlagen werden: Mit Glocken, Sirenen, Vuvuzelas und Megaphonen, gefolgt von drei Minuten Stille. Die sechs Minuten und sieben Sekunden stehen laut seiner Stiftung für die 67 Jahre, die Mandela «der Menschheit diente».

Mandela war am 5. Dezember 2013 in Johannesburg gestorben. Der Friedensnobelpreisträger amtierte in den Jahren 1994 bis 1999 als erster schwarzer Präsident Südafrikas. 1993 hatte er für seine herausragende Rolle bei der weitgehend friedlichen Überwindung der Rassentrennung den Friedensnobelpreis erhalten.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Die Welt nimmt Abschied von Mandela

    Aus Tagesschau vom 10.12.2013

    Die offizielle Trauerfeier von Nelson Mandela dauerte heute Morgen mehrere Stun-den. Zehntausende Menschen haben sich im Stadion in Johannesburg versammelt und von Nelson Mandela Abschied genommen.

  • Mandela - Vom Hirtenjungen zur Ikone für Versöhnung

    Aus Tagesschau vom 6.12.2013

    1918 kommt Mandela in einem kleinen Dorf in der Transkei an der Ostküste Südafrikas zur Welt. Er wird Anwalt und setzt sich für die Rechte der Schwarzen ein. 1964 wird er zu lebenslanger Haft verurteilt. 27 Jahre seines Lebens verbringt er im Gefängnis. Als er 1990 entlassen wird, setzt er sich für die Versöhnung der Rassen in seiner Heimat ein. Das bringt ihm den Friedensnobelpreis. 1994 wird er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.