Zum Inhalt springen

International Südkorea hat eine Präsidentin

Erstmals wird eine Frau die Geschicke Südkoreas leiten. Park Geun Hye konnte das Volk überzeugen – trotz der Bürde ihres diktatorischen Vaters.

Park Geun Hye
Legende: Park Geun Hye hat ihr Ziel erreicht: Sie wird neue Präsidentin Südkoreas. Keystone

Park Geun Hye wird die erste Präsidentin Südkoreas. Die 60-jährige Kandidatin der regierenden Seanuri-Partei setzte sich bei der Präsidentenwahl durch. Nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen sei Park der Sieg sicher, berichtete der TV-Sender KBS.

Die Tochter des Ex-Diktators Park Chung Hee erhielt 51,6 Prozent der Stimmen. Ihr schärfster Konkurrent: der linksliberale Oppositionspolitiker Moon Jae In. Der ehemalige Menschenrechtsanwalt Moon und Mitglied der Demokratischen Einheitspartei kam auf 48 Prozent.

Vater noch sehr verehrt

Präsident Lee Myung Bak konnte sich aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht wiederwählen lassen. Lee hat seiner Parteifreundin Park Geun Hye zum Sieg gratuliert.

Legende: Video Südkorea wählt erstmals eine Frau an die Staatsspitze. abspielen. Laufzeit 1:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.12.2012.

Die Wahlbeteiligung unter den rund 40,5 Millionen Stimmberechtigten war mit 75,8 Prozent hoch, wie die staatliche Wahlkommission mitteilte. Vor fünf Jahren hatte der Anteil bei 63 Prozent gelegen.

Parks Vater, der das Land von 1961 bis 1979 mit harter Hand regiert hatte, wird in grossen Teilen der Bevölkerung immer noch sehr verehrt. Er hatte in ihren Augen den wirtschaftlichen Aufschwung eingeleitet. Von diesem Erbe konnte seine Tochter nun profitieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Alle Achtung, dass diese Frau sich für die zweifellos vorgekommenen Menschenrechtsverletzungen unter ihrem Vater entschuldigt. Haben wir ähnliche Töne jemals von Nordkorea aus vernommen? Diese Worte richte ich auch an die immer noch erstaunlich vielen "progressiven" Anhänger dieses angeblich sozialistischen Landes, das von linksextremen und zum Teil sogar von gemässigten linken Kreisen noch heute hochgelobt wird. Die Zeit läuft aber auch für die KP Nordkoreas trotz Raketenpfüpfen bald ab...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen