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International «Sultan» Erdogan zieht in den Weissen Palast

Am 29. Oktober, dem Gründungstag der türkischen Republik, wollte Präsident Erdogan seinen neuen Amtssitz einweihen. Das Zeremoniell wurde jedoch von einem erneuten Grubenunglück in der Südtürkei überschattet. Ein Blick in die prunkvollen Räume des «Weissen Palastes», der mehr als blosse Zierde ist.

Der türkische Präsident hat vor allem repräsentative Funktion. Recep Tayyip Erdogan nimmt diesen verfassungsmässigen Auftrag offensichtlich wörtlich. Für geschätzte 300 Millionen Franken liess sich der neue starke Mann der Türkei einen «Weissen Palast» errichten: 1000 Zimmer, Wände aus sündhaft teurem Granit und Verzierungen im «osmanischen Stil» bilden ein monumentales Ensemble – das nicht nur auf Gegenliebe stösst.

Was manch Architekturfreund als «Kitsch» bezeichnet, ist für Umweltschützer ein Affront sondergleichen: Für den Prachtbau in Ankara wurde ein unter Naturschutz stehendes Waldstück gerodet. Am bittersten fällt indes die Kritik der Opposition aus. Diese erblickt im Monumentalbau, der selbst den Buckingham Palace überragt, ein Mahnmal des Machtmissbrauchs.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von m.fischbacher, nidau
    Aber wenn er keine Freunde hat, kommt auch niemand zu Besuch...
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Liebes SRF, woher nehmt ihr den Titel «Sultan» Erdogan? Betreibt bitte "wertneutrale" Berichterstattung. Die Meinungsbildung dürft Ihr ruhig uns medialen Konsumenten überlassen. Hier meine, mit ähnlichem Resultat. Im Kleinformat, kann ich einen Vergleich zum Grössenwahn des Schicklgruber Dölfi mit seinem Architekten A. Speer zur Erbauung von "Germania" nicht verkneifen. Zum Glück wachsen Bäume nicht in den Himmel, auch wenn sie ab und zu respektable Höhe wie in den Redwoods (CA) erreichen.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Erdogan ist komplett grössenwahnsinnig, und das ist noch das Netteste, was man über diesen Möchtegern-Sultan sagen kann. Leider sind die Türken ein notorisch nationalistisches und martialisches Volk und himmeln diesen grosskotzigen, aggressiven Politgangster trotz extremem Machtmissbrauch und Korruption millionenfach bedingungslos an. Es erinnert Vieles an einen anderen Schnauzträger, dem Erdogan nicht unähnlich sieht.
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    1. Antwort von Burak Ay, Hannover
      Wie wäre es, wenn sie EINFACH ihre abfälligen Bemerkungen zu den Türken für sich behalten! Dir Türken wissen schon, wenn sie wählen! Nämlich den, der die Türkei wirtschaftlich gerade auf und davon fliegen lässt! Und noch n Tipp: Kaufen sie aggressiv türkische Aktien:)
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    2. Antwort von Aytac Dogan, Zürich
      Herr Ay, das Einzige, was Erdogan davon fliegen lässt ist das Staatskassen Geld und zwar direkt ins seine Hosentasche. Dass die Armut in der Türkei noch nie dagewesene Dimensionen erreicht hat und die Arbeitslosenzahl noch nie so hoch war wie jetzt blenden auch Sie gekonnt aus. Wenn man ein paar hässliche Hochhäuser sowie ein paar grosse Einkaufszentren baut, heisst das noch lange nicht, dass es der Wirtschaft gut geht. Also nehmen Sie bitte Ihre Erdogan-Brille ab und schauen Sie richtig hin!
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