Syrien: Hoffnung für die Menschen in Homs

Angeblich haben sich beide Seiten auf Hilfsmassnahmen für die Bevölkerung geeinigt. Doch bisher sind noch keine Helfer unterwegs.

Ein Junge schiebt ein anderes Kind in einem Kinderwagen durch die Strassen der zerstörten Stadt Homs.

Bildlegende: Für die Menschen in Homs ist baldige Hilfe überlebenswichtig. Reuters

Die syrischen Bürgerkriegsparteien haben sich nach Angaben Russlands auf humanitäre Hilfe für rund 3000 Bewohner der Stadt Homs geeinigt. «Das ist ein positives Signal», sagte Aussenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch russischen Agenturen zufolge.

Die Lage in der Altstadt von Homs, die seit zwei Jahren von Regierungstruppen belagert wird, gilt als äusserst kritisch. Nach Aktivistenberichten würden die Menschen dort bereits hungern.

UNHCR hilft, sobald es die Lage gestattet

Vor Ort stellte sich die Lage zunächst widersprüchlich dar. Der Gouverneur der Provinz sagte der Nachrichtenagentur Sana, die Regierung habe mit dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR eine Einigung über die «Evakuierung» der Stadt erzielt.

UNHCR-Sprecher Peter Kessler bestätigte dies der Nachrichtenagentur dpa allerdings nicht. Zu einer Einigung über den Zugang von Hilfslieferungen wollte sich Kessler nicht direkt äussern. «Wir sind bereit, die nötige Hilfe in die belagerten Gebiete zu bringen, sobald uns dies die Lage vor Ort gestattet», sagte er.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kinder spielen Ende Dezember in einem Quartier der weitgehend zerstörten Stadt Homs.

    Das lange Warten auf Hilfe in Homs

    Aus Rendez-vous vom 29.1.2014

    An der Syrien-Friedenskonferenz in Genf tritt man auch am 6. Verhandlungstag auf der Stelle. Bis jetzt einziges Ergebnis: Die eingeschlossenen Menschen in der syrischen Stadt Homs sollen Hilfe erhalten. Doch selbst diese humanitäre Geste lässt auf sich warten.

    Philipp Scholkmann