Zum Inhalt springen

International Syrien: Türkei provoziert Spannungen

Die Türkei hat einen syrischen Helikopter auf ihrem Staatsgebiet abgeschossen. Syrien spricht von einer überstürzten Reaktion.

Raucht steigt aus einem Wald in der Türkei auf.
Legende: Die Absturzstelle: Die zwei Helikopterpiloten konnten sich per Schleudersitz retten. Keystone

Missstimmung zwischen Syrien und der Türkei. Nach dem Abschuss eines syrischen Militärhelikopter durch türkische Kampfjets hat die syrische Armee Vorwürfe gegen Ankara erhoben. Die «voreilige Reaktion» beweise, dass es der Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan um eine Eskalation der Lage im Grenzgebiet gehe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana aus einer Mitteilung des syrischen Generalstabs.

Der Helikopter sei bei einem Aufklärungsflug versehentlich für kurze Zeit in den türkischen Luftraum geraten und sofort zurückbeordert worden. Die türkischen Jets hätten den Helikopter «auf syrischem Territorium» abgeschossen.

Nicht der erste Zwischenfall

Der türkische Vize-Regierungschef Bülent Arinc sagte, der syrische Helikopter sei bis zu zwei Kilometer tief in den türkischen Luftraum eingedrungen und vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden. Türkische Fernsehsender berichteten, der Hubschrauber sei auf syrischer Seite 400 Meter von der Grenze entfernt aufgeschlagen.

Im vergangenen Jahr hatte die syrische Luftverteidigung über dem Mittelmeer ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen. Erdogan gehört zu den schärfsten Kritikern von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Wenn türk. Fernsehsender berichten der Hubschrauber sei 400 mts. von der Grenze auf syrischer Seite aufgeschlagen, dürfte die Meldung des syrischen Generalstabes wohl auf Wahrheit beruhen, dass der Helikopter nach dessen Eindringen in den türk. Luftraum bereits auf dem Rückweg war. Syrien wird sich wohl der Kurden im Grenzgebiet bedienen, falls es an einer Eskalation mit den Türken aus ist. Das kann morgen sein, oder auch viel später......
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Werner Wyssmann, Derendingen
      @ H. Girschweiler. MAN (Diverse) WILL KRIEG - jetzt wird Assad vorgeworfen, das Einsetzen von konventionellen waffen sei ebenfalls illegal. Millionen von US-Bürgern haben eine Waffen bei sich zu Hause, ist das auch illegal...!?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @W. Wyssmann: Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden. Die Kurden werden sich wohl eher als Miliz an die Regierung von Assad binden. Der gemeinsame Feind der Kurden wie auch der Zentralregierung in Damaskus ist die Türkei u. Nursi-Rebellen (al-Kaida). Die Kurden werden wohl dann aktiviert, wenn man sich davon die grösste Wirkung verspricht. Die Kurden haben sehr starke Verbündete in Ihrem Kampf: PKK in der Türkei und allenfalls die Peschmerga-Truppen in dem autonom. Kurdengebiet im IRAK.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen