Zum Inhalt springen

International Syrische Armee entdeckt Massengrab in Palmyra

Im Grab im Nordosten der Stadt lägen rund 40 Leichen, melden syrische Staatsmedien. Unter den Toten seien viele Frauen und Kinder. Einige seien enthauptet worden. Die syrische Armee hat die Wüstenstadt am 27. März 2016 von der Terrormiliz IS zurückerobert.

Soldaten der syrischen Armee patrouilliren durch die Oasenstadt Palmyra (reuters/28.03.2016)
Legende: Die syrische Armee (im Bild) hat Palmyra von der Terrormiliz IS zurückerobert. Diese hatte dort 10 Monate lang gewütet. Reuters

Syrische Soldaten haben nach der Vertreibung der IS-Extremisten aus Palmyra ein Massengrab entdeckt. Dies berichten syrische Staatsmedien. Rund 40 Leichen lägen im Grab im Nordosten der Stadt, darunter viele Frauen und Kinder. Einige seien enthauptet worden.

Die Soldaten von Präsident Baschar al-Assad haben die antike Oasenstadt am vergangenen Sonntag zurückerobert. Die IS-Miliz hatte Palmyra im Mai 2015 eingenommen und dort antike Skulpturen gesprengt.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte hat die IS-Miliz in Palmyra zahlreiche Menschen getötet und sie am Stadtrand verscharrt. Die in London ansässige Beobachtungsgruppe steht der syrischen Opposition nahe und erhält ihre Informationen von einem Netzwerk von Menschen, die seit Beginn des Bürgerkrieges vor rund fünf Jahren in Syrien ausharren.

5 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Unglaublich interessant. Jahrelang war Ruhe in Syrien, plötzlich sind einige der Meinung dass man nun eine Revolution braucht. Christen und Musline lebten friedlich nebeneinander und dann: Revolution und die Weltmächte meinen man muss sich einmischen. Wer hat denn hier das grösste Interesse? PUTIN oder der Schwäche OBAMA?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
    Während die syrische Armee mit Hilfe einheimischer Milizen in Deir ez - Zor und in der Christenstadt Qaryatayn erbittert gegen den IS kämpft und Fortschritte macht, hat die Küstendivision der FSA das Waffenstillstandsabkommen gebrochen und mit ihren radikal - islamistischen Gesinnungsgenossen der Jabhat al - Nusra und Ahrar ash-Sham eine Offensive in Latakia gestartet; ohne den grossen Rückhalt in der Bevölkerung wäre ein solcher Mehrfrontenkrieg für die SAA / NDF gar nicht durch-zustehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    In diesem Konflikt gibt es wenig Unschuldige. Jeder der starken Parteien trägt grosse Schuld. Sich jetzt gegenseitig Massaker vorzuhalten, ist der falsche Weg. So schwer es fallen wird, sollte die Gegenwart und Zukunft gestaltet werden. Dabei wäre Wahrheit und Ausgleich wichtig. Eine realistische Perspektive für die Zukunft Syriens täte den Kriegstreiber am meisten weh. Und die Erkenntnis, dass fremde Mächte am wenigsten am Wohl der einfachen Syrier interessiert sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen