Syrische Opposition signalisiert Entgegenkommen

Syriens wichtigste Oppositionsplattform Nationale Koalition ist unter bestimmten Bedingungen zur Teilnahme an einer Friedenskonferenz in Genf bereit. Sie beharrt aber weiterhin auf alten Forderungen.

Der Chef des syrischen Oppositionsbündnisses Nationale Koalition, Ahmad Dscharba.

Bildlegende: Der Chef des syrischen Oppositionsbündnisses Nationale Koalition, Ahmad Dscharba. Reuters

Seit zweieinhalb Jahren bekämpfen sich die syrischen Rebellen und Assads Truppen. Mehrmals wurde versucht, die zerstrittenen Parteien an einer Konferenz in Genf an einen Tisch zu bringen. Die Konferenz wurde immer wieder verschoben. Nun hat das Oppositionsbündnis erstmals seine Teilnahmebereitschaft signalisiert.

«Genf 2»

Ziel aller Beteiligten müsse die Errichtung einer Übergangsregierung mit vollen Befugnissen sein, hiess es in einem Brief des Chefs der Oppositionskoalition, Ahmad Dscharba, an den UNO-Sicherheitsrat.

Eine Sprecherin betonte in Istanbul, dass alle bisher genannten Bedingungen für Verhandlungen auch weiterhin gälten: Ein Ende der Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad sowie der militärischen Operationen des Regimes im Land. Assad selbst hatte jedoch nie Bereitschaft erkennen lassen, Machtbefugnisse abzugeben.

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Syrische Luftwaffe schiesst weiter (unkomm.)

0:52 min, vom 23.9.2013

Russland und die USA hatten vor Monaten die Friedenskonferenz «Genf 2» zur Lösung des Konflikts vereinbart.

Regime ist gesprächsbereit

Das syrische Regime zeigt sich schon länger bereit, an der Konferenz in Genf teilzunehmen. Vergangene Woche sagte der Innenminister, es herrsche eine Patt-Situation. Er schlug einen Waffenstillstand vor, knüpfte diesen aber an die Bedingung: Die Syrien-Konferenz müsse stattfinden. Lesen Sie mehr dazu hier.