Taifun «Neoguri» tobt auf Japans Hauptinseln

Taifun «Neoguri» hat den Südwesten Japans heimgesucht. In Tausenden von Haushalten fiel der Strom aus. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben.

Schlamm, Schutt und eine weggespülte Brücke in Japan.

Bildlegende: Schlamm, Sturm und viel Regen: «Neoguri» stürzt Teile Japans ins Chaos. Reuters

«Neoguri» ist zwar mittlerweile zu einem tropischen Sturm herabgestuft worden, er erreichte aber immer noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Stundenkilometern. Heftige Regenfälle liessen Flüsse über die Ufer treten und verursachten Erdrutsche. Hunderttausende Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete der Sender NHK.

Der Verkehr auf der Hauptinsel Kyushu sowie der kleineren Hauptinsel Shikoku wurde stark beeinträchtigt. Rund 200 Flüge wurden gestrichen. Auch Bus- und Zugverbindungen waren unterbrochen. Schulen blieben geschlossen, es kam zu Stromausfällen. Ein Erdrutsch in der Stadt Nagiso begrub einen Zwölfjährigen unter sich. 50 Menschen wurden bisher verletzt.

Die japanische Regierung wird am Donnerstag ein Krisentreffen abhalten. Japan wird jedes Jahr von zwei bis vier Taifunen heimgesucht, ein Sturm dieser Stärke gilt im Juli aber als ungewöhnlich.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Taifun Noguri wütet in Japan

    Aus Tagesschau vom 8.7.2014

    Noguri ist bereits über einige Inselregionen gezogen. Meteorologen erwarten Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Das wäre einer der heftigsten Stürme seit Jahrzehnten.