Taifun «Rammasun» fordert über 100 Todesopfer

Der Taifun «Rammasun» wütet über China. Experten von Chinas nationalem meteorologischen Amt bezeichneten
«Rammasun» als den stärksten Sturm seit rund 40 Jahren. Ein neuer Sturm, der Taifun «Matmo», kündigt sich bereits an.

Die Schäden von Taifun «Rammasun»

Mehr als drei Millionen Menschen in China sind von «Rammasun» betroffen. In Dutzenden Städten wurde die Stromversorgung zerstört und die Wasserversorgung brach zusammen. Der Sturm verschüttete mehrere Strassen und behinderte die Telefonverbindungen. Hunderttausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Der Wirbelsturm soll noch bis Montagmorgen über China wüten.

Zuvor hatte «Rammasun» auf den Philippinen Verwüstungen und Dutzende Tote hinterlassen. Mehr als 500'000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Mehr als 100'000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

Warten auf «Matmo»

Ein neuer Sturm, der Taifun «Matmo», kündigte sich indes bereits mit schweren Regenfällen an. Es wird erwartet, dass er am Dienstag die philippinische Hauptinsel Luzon erreicht. Der südostasiatische Staat wird jährlich von rund 20 schweren Stürmen heimgesucht, viele davon richten schwere Schäden an.

Im November war der Taifun «Haiyan» über den Inselstaat hinweggefegt und hatte schwere Verwüstungen angerichtet. Rund 7300 Menschen starben. Es war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Philippinen.

Saison von Juli bis November

Taifune entstehen vor allem zwischen Juli und November über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser eine Temperatur von mindestens 26 Grad Celsius hat und stark verdunstet.

Ein tropischer Wirbelsturm kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das sogenannte Auge, eine windstille Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum.