Taliban an den Verhandlungstisch gerufen

Afghanistan und Pakistan haben gemeinsam mit Grossbritannien die Taliban zu Gesprächen über eine friedliche Zukunft in Afghanistan aufgefordert. Die Nachbarn wollen dazu in Katar ein Büro eröffnen.

Der Abzug der westlichen Kampftruppen aus Afghanistan steht bevor. Bis die Soldaten Ende 2014 heimkehren, sollen die feindlichen Taliban an den Verhandlungstisch – für eine bessere Zukunft am Hindukusch.

Engere Zusammenarbeit bei Freilassung von Taliban

Zur Planung einer friedlichen Zukunft haben sich der afghanischen Präsident Hamid Karsai und dessen pakistanische Amtskollege Asif Ali Zardari mit dem britischen Premier David Cameron getroffen. Sie einigten sich, dass in der katarischen Hauptstadt Doha ein Büro für Friedensverhandlungen eröffnet wird.

Männer stellen Gewehre an eine Wand.

Bildlegende: Die Taliban werden an den Verhandlungstisch gebeten. Kämpfer geben hier ihre Waffen im Rahmen einer Amnestie-Aktion ab. Keystone

Beide Länder kamen überein, bei der Freilassung von Taliban-Gefangenen aus pakistanischer Haft künftig enger zusammenzuarbeiten. Bei den Gesprächen auf Camerons abgeschirmten Landsitz Chequers waren auch Geheimdienst-Offiziere und Militärs zugegen.

Karsai hatte zuvor vor einem vollständigen Abzug der ausländischen Truppen aus seinem Land Ende nächsten Jahres gewarnt. Der Nato-Kampfeinsatz läuft 2014 aus. Bislang ist eine kleinere Folgemission zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte geplant.