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International Taliban: «Offensive mit so vielen Opfern wie möglich»

Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben wie in den Vorjahren ihre Frühjahrsoffensive begonnen. Ziel sei es, landesweit so viele Menschen wie möglich in ihre Gewalt zu bringen oder zu töten.

US-Soldat in Sarg.
Legende: Ziel der Offensive: möglichst viele ausländische Opfer. Keystone

Von diesem Sonntag an wollen die Taliban auf «systematische und koordinierte Weise» gegen internationale Truppen, Militärflughäfen und Botschaften vorgehen, kündigten die Taliban an. Die sogenannte Frühjahrsoffensive ist Teil einer Strategie der Taliban. Mit einem Anschlag auf die Polizei hat sie begonnen. Drei Polizisten sind gestorben und zwei weitere wurden verletzt, als ihr Fahrzeug im Südosten des Landes in eine Sprengfalle geriet.

Im vergangenen Jahr starteten die Taliban ihre Frühjahrsoffensive mit einer Anschlagsserie. Damals relativierten die westlichen Truppen die Durchschlagskraft der Angriffe. Der Begriff Frühjahrsoffensive sei eine «Propagandahülse».
 
Der 28. April markiert den Sturz der Regierung von Mohammed Nadschibullah im Jahr 1992, dem früheren kommunistischen Präsidenten Afghanistans. Dies gilt als Beginn des Bürgerkrieges. Die Vereinten Nationen hatten in dieser Woche mitgeteilt, dass es in den ersten drei Monaten des Jahres 30 Prozent mehr Zivilopfer gegeben hat als im Vorjahreszeitraum.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Wo bleiben jetzt die empörten Kommentare der Blogger, die sonst immer zur Stelle sind, wenn es darum geht, gegen die Amis und die anderen westlichen Truppen zu schreiben? Ihr wollt doch nicht etwa behaupten, dass die Taliban die "Guten" sind. Zudem "kämpfen" mit denen arabische Söldner, die für ihre besondere Brutalität bekannt sind. - Noch etwas: Der 28. April ist richtig, aber das Jahr stimmt nicht. Der Bürgerkrieg begann im Jahr 1978, als der gemässigte M. Daud gestürzt wurde.
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    1. Antwort von O. Toneatti, Bern
      J. Stump: Sie müssten uns zuerst einmal erklären, was westliche Armeen in Afghanistan und im Irak zu suchen haben. Wenn diese Truppen diese Länder gelegentlich verlassen, werden dort Bürgerkriege ausbrechen bis wieder Alles so sein wird, wie es früher dort war. Zerstörte und ausgeplünderte Staaten werden dort zurückbleiben und die geschundenen Völker werden darunter schwer zu leiden haben. Finden Sie das wirklich gut? mfG OT
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