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International Tausende kommen trotz Kälte übers Meer

Der nahende Winter hält die Flüchtlinge nicht von der gefährlichen Flucht übers Mittelmeer ab. Tausende Menschen erreichten in den vergangenen Tagen die griechischen Inseln – viele aus eigener Kraft. Hunderte aber mussten gerettet werden. Allein im Oktober kamen mehr Menschen als im gesamten 2014.

Legende: Video Ankunft auf Lesbos abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.11.2015.

Freiwillige Helfer, Anwohner und die griechische Küstenwache haben allein in den vergangenen drei Tagen 1400 Flüchtlinge aus den Gewässern der Ägäis gerettet. Für 19 Menschen sei jede Hilfe zu spät gekommen, teilte die Küstenwache mit. Unter den Opfern waren mehrere Kinder.

Tausende Menschen erreichten die griechischen Inseln aus eigener Kraft – an Bord von Schlauch- und Plastikbooten. Lokale Medien schätzen, dass auf Lesbos allein am Sonntag fast 5000 Flüchtlinge ankamen.

Zurückgelassene Schwimmwesten am Strand von Lesbos (Quelle: Jessica Stolzmann, Journalistin)

Rekordzahl an Flüchtlingen im Oktober

Allein im Oktober sind nach Angaben der UNO mehr als 218'000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Das sei die höchste Zahl, die jemals innerhalb eines Monats registriert worden sei, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Und: Es sind mehr Flüchtlinge als im gesamten Jahr 2014 ankamen. Innerhalb von zwölf Monaten kamen 2014 rund 216'000 Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer.

Bis Oktober dieses Jahres riskierten laut dem UNHCR mehr als 744'000 Menschen die gefährliche Überfahrt übers Meer – die meisten von ihnen aus Syrien. 3440 kamen bei der Überfahrt ums Leben.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Seit Wochen und Monaten die selben Meldungen, das selbe Palaver. Macht mal endlich die Grenzen dicht ihr Dilettanten. Die paar hundert, die dann noch durchschlüpfen sind verkraftbar, der ganz, ganz grosse Rest eben nicht mehr. Wo fehlt es eigentlich effektiv? Will Merkel trotz allem Zurückkrebsen schlicht und einfach nicht das Gesicht verlieren? Und der grosse Rest dieser famosen EU? Sind die nicht fähig Deutschland die Stirn zu bieten?
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Anstatt sich in Schimpftiraden zu ergiessen würde man diese Energie besser in Ueberlegungen zu realisierbaren Lösungen investieren. Grenzzäune am Rand von Europa reichen nicht (siehe Ungarn). Gesetze (z.B. auch zum Familiennachzug) sind so veränderbar, dass sie neuen Begebenheiten gerecht werden. Schwerwiegendstes Problem dabei: Alle Länder an der EU-Peripherie müssen mitmachen wollen und können. Auch Sammelzentren in Afrika und eine Neuauflage des Botschaftsasyls sind Teile einer Gesamtlösung.
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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Diese Sauerei auf dem Bild ist Symptomatisch, für das was mit der Schweiz und Europa passiert! Bereits mit den letzten Einwanderern ist alles, in jeder Beziehung schlechter geworden! (Abfall in der Natur, Umgangssprache, Schulbildung, Kriminalität, Diebstahl, Drogen etc. )
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Das erinnert mich an die Diskussion rund um die Schliessung des "Letten" und die kontrollierte Heroinabgabe. Da stand Bortoluzzi als Frontmann gegen diese Lösung. 20 Jahre später muss er vor Ort zugeben, dass die gegen seine Argumente beschlossene Vorgehensweise erfolgreich war und sich keine seiner Befürchtungen (Drogentourismus, mehr CH-Abhängige usw.) bewahrheitet hat: "Der Erfolg spricht für diese Vorgehensweise - aber ich habe trotzdem recht gehabt!" (Quelle: srf-Doku "Zürich Junkietown")
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