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International Telefon-Diplomatie in der Krim-Krise

Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit seinem amerikanischen Amtskollegen Barack Obama telefoniert. Das Thema: Die Krise um die Krim. Damit beendet er die wochenlange Funkstille im Bemühen um eine diplomatische Lösung in der Ukraine.

Ein Zeichen der Entspannung in der Krim-Krise: Kremlchef Wladimir Putin hat zum Telefon gegriffen, um mit US-Präsident Barack Obama zu sprechen. Es ist das erste Mal seit Verhängung der Sanktionen gegen Russland, dass die beiden mächtigsten Männer der Welt wieder direkt miteinander reden.

Weitere Gespräche in Sicht

Putin rief Obama in Saudi-Arabien an, wo der US-Präsident derzeit einen Staatsbesuch macht. Laut dem Weissen Haus in Washington erörterten sie einen diplomatischen Ausweg aus der Krise in der Ukraine.

Sie besprachen demnach einen Vorschlag von US-Aussenminister John Kerry, den er jüngst seinem russischen Kollegen Sergej Laworw unterbreitet hatte. Obama empfahl Putin, den USA «eine konkrete schriftliche Antwort» dazu zu schicken. Er machte dem Kremlchef aber auch klar, dass eine diplomatische Lösung nur möglich sei, wenn Russland seine Truppen zurückziehe.

Nach Angaben des Kremls in Moskau forderte Putin in dem Telefonat, dass die internationale Gemeinschaft sich in der Ukraine stärker engagiert. Derzeit wüteten in der Ukraine Extremisten, die «ungestraft von der Führung in Kiew» Zivilisten angriffen. Schliesslich einigten sich die beiden Präsidenten darauf, dass Kerry und Lawrow sich demnächst treffen sollen, um die nächsten Schritte zu besprechen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Es ist Zeit für Aufklärung, was die Rechtsextremen betrifft, weil mir hier zu viel Propaganda betrieben wird. Laut "reformiert" (früher "Kirchenbote") hat die Mehrheit der jüdischen Rabbiner und Wissenschaftler in der Ukraine selber vor wenigen Tagen an Putin Folgendes geschrieben: "Es scheint, dass Sie die Ukraine mit Russland verwechseln, wo jüdische Organisationen in den letzten Jahren steigende antisemitische Tendenzen festgestellt haben." Was sagt ihr jetzt dazu?
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Sie zitieren die "Reformierte" aus dem Stegreif! Habe ihn auch gelesen & Nachrichten aus Kiew gesehen! Und zwar nicht nur auf SRF! Der Aufmarsch Rechtsextremisten in Kiew ist keine Propaganda! Diese stürmen das Parlament & fordern vermummt den Rücktritt des Innenminister. Bilder wie schon gehabt! Und Klitschko wird von ihnen ausgebuht! Auch wenn es Sie nicht freuen mag, aber die Realität sieht es anders!
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @E. Waeden: Ich habe nie bestritten, dass es auch in der Ukraine und in Kiew Rechtsextremismus gibt, aber Sie und Ihre Gesinnungsgenossen stellen die Gesamtlage so dar, als ob das ganze Land demnächst braun werde. Das stimmt eindeutig nicht, das bestätigen auch meine Kontaktleute im Land selber. Der ukrainische Rechtsextremismus ist in Wirklichkeit nicht halb so schlimm und nicht halb so gefährlich wie jener, der sich in Russland immer mehr ausbreitet.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Nun, auch Deutschland "leugnet" das zunehmende Problem den Braunen! Dort sind es einzelne Kommunen, welche sich gegen Extremismus wehren. Und sorry, aber ich werden nicht gerne als "Genosse" bezeichnet, nur weil ich die Dinge eben von beiden Seiten sehr realistisch betrachte. Zudem verurteile ich alles was zu extrem ist. Sei es jetzt links, rechts oder in der Mitte angesiedelt, denn alles Extreme ist gefährlich.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    In Kiew gibt es mittlerweile neue Aufstände der Rechtsextremen, welche den Rücktritt des Innenminister fordern. So instabil die Ukraine ist, ist es unklug Russland jetzt dazu aufzufordern, die Truppen an der Grenze ab zuzuziehen. Russland könnte es tun, wenn die EU & Amerika jetzt der Ukraine mit Sanktionen drohen würden, wenn diese Unruhen nicht eingestellt werden, statt sie weiterhin zu unterstützen.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Festzustellen ist, dass es immer der "böse" Putin ist, welcher die Hand reicht! Amerika & die EU täten gut daran jetzt einzulenken & keine Forderungen mehr zu stellen. Die Truppen an der Ukrainischen Grenzen ab zuziehen wäre fatal, weil die rechtsextreme Szene in Kiew schon wieder für Krawalle sorgt. Nur die Truppen von Putin haben damals verhindert, dass sich diese nicht auch auf der Krim ausgebreitet haben.
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