Terror-Angst: Tourismus in Tunesien bricht drastisch ein

Nach den zwei Terror-Anschlägen vom letzten Jahr leidet die Tourismus-Industrie in Tunesien. In den ersten zwei Monaten 2016 brachen die Einnahmen um über 50 Prozent ein.

Junger Mann mit Wüsten Hund vor Steinbauten

Bildlegende: Warten auf Kundschaft: Gähnende Leere statt Touristen-Ströme auch am Star-Wars-Drehort in der Wüste Ong Jemel. Reuters

Die Terror-Attacken vom letzten Jahr treffen Tunesien hart. Der Tourismus im Land bricht regelrecht ein. In den ersten beiden Monaten 2016 gingen die Einnahmen um umgerechnet 87 Millionen Franken zurück. Das ist ein Minus von 54 Prozent gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr, wie die tunesische Nationalbank mitteilt.

Im Gesamtjahr 2015 sackten die Einnahmen im Tourismus um 35 Prozent ab auf total umgerechnet gut 1 Millarde Franken. Die Tourismusindustrie macht 7 Prozent des Bruttoinlandproduktes von Tunesien aus.

Ausnahmezustand seit Anschlägen in Kraft

Im Juni 2015 wurden bei einem Angriff von islamistischen Extremisten auf eine Hotel-Anlage in Sousse 38 Menschen getötet. Drei Monate davor starben 21 Touristen bei einem Angriff auf das Bardo National Museum in Tunis.

Seit den Anschlägen gilt in Tunesien der Ausnahmezustand. Dieser wurde erst kürzlich um drei Monate verlängert.

TN Einnahmen Tourismus Tuneisen Einnahmen im Tourismus in Millionen Tunesischen Dinar für die Periode. Ein Dinar entspricht ca. 50 Rappen.