Terror-Gefahr: Geisterspiele an der Fussball-EM sind denkbar

Nach den Terror-Attacken in Frankreich vom letzten November in Paris stellt sich mit Blick auf die Fussball-EM in Frankreich die Frage der Sicherheit. Die Uefa gibt nun erstmals ihren Plan B bei Anzeichen von Terror-Gefahr bekannt. Mit brisanten Details.

Polizist vor Fussballstadion-Besuchern

Bildlegende: Die Schreckensnacht von Paris: Ein Polizist kontrolliert Zuschauer beim Stadion, nachdem davor Bomben explodierten. Reuters

Die Eindrücke der Terror-Attacken in Paris vom November sitzen tief. Und es stellte sich die Frage: Ist die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich gefährdet?

100 Tage vor dem Eröffnungsspiel gibt die Uefa einen Plan B bekannt für den Fall, dass konkrete Anzeichen von Terror-Gefahr besteht. Sie hat gemäss Turnierdirektor Martin Kallen einen alternativen Spielplan bereit.

Dabei gibt es folgende Varianten:

  • Spiele verschieben oder verspätet anpfeifen
  • Partien kurzfristig in andere Stadien verlegen
  • Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen

Das sind brisante Neuigkeiten. «Wenn es eine vollständige und strikte Kontrolle aller Zuschauer braucht, ist es nicht möglich, alle Leute ins Stadion zu bringen», sagt Kallen. Aktuell stuft er die Gefahr für Terroranschläge jedoch als klein ein. «Im Moment gibt es keine Anzeichen für eine spezielle Bedrohung. Doch wir wollen auf alles vorbereitet sein.»