Terror in Brüssel: Das geschah am zweiten Tag

Die Selbstmordattentäter, die am Dienstag in Brüssel 31 Menschen in den Tod gerissen haben, sind inzwischen identifiziert worden. Die Staatsanwaltschaft äusserte sich bisher nicht über weitere mutmassliche Beteiligte. Sie plant aber eine Stellungnahme für heute Donnerstag.

Terror in Brüssel

  • Offiziell identifiziert sind bisher die Leichen der beiden Selbstmordattentäter Khalid und Ibrahim El Bakroui.
  • Einer der Selbstmordattentäter am Flughafen soll laut belgischen Medien der gesuchte Najim Laachraoui gewesen sein.
  • Polizei fahndet offenbar nach zwei weiteren Komplizen.
  • Bei den Bombenattacken auf den Brüsseler Flughafen und eine Metro starben 31 Menschen, 300 wurden verletzt..
  • Einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zu den Anschlägen finden Sie hier.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 10 :28

    Hiermit schliessen wir den Live-Ticker zu den Anschlägen in Brüssel. Aktuelle Meldungen zu den Ereignissen finden Sie hier.

  • 10 :24

    Terroristen beobachteten Atomforscher

    Die Brüsseler Terrorzelle steckte nach belgischen Medienberichten auch hinter einem Spionageangriff gegen einen Atomforscher. Die beiden Selbstmordattentäter Ibrahim und Khalid El Bakraoui wurden nach Informationen der Tageszeitung «La Dernière Heure» als diejenigen Männer identifiziert, die eine heimlich vor dem Wohnhaus des Wissenschaftlers angebrachte Überwachungskamera abmontierten.

    Mit ihr waren Aufnahmen gemacht worden, die Anti-Terror-Fahnder im vergangenen November bei Ermittlungen zu den Terroranschlägen im Paris entdeckt hatten. Bisher hat die Staatsanwaltschaft die Meldung aber nicht bestätigt.

  • 10 :20

    Swiss und Lufthansa streichen Flüge bis nach Ostern

    Die Fluggesellschaft Swiss streicht bis und mit Ostermontag sämtliche Flüge in die belgische Hauptstadt. Gleiches vermeldet die Lufthansa. Um Fluggäste dennoch an ihr Ziel zu bringen, bietet die Lufthansa Shuttlebusse von Frankfurt nach Brüssel an.

  • 8 :53

    Salah Abdeslam soll befragt werden

    Der mutmassliche Kopf hinter den Anschlägen von Paris soll am Donnerstagvormittag von den belgischen Behörden befragt werden. Offenbar verdeutlichen sich die Anzeichen, dass die gleiche IS-Zelle für die Attentate in Paris und Brüssel verantwortlich war.

    Frankreich hat bereits zuvor beantragt, dass Abdeslam ausgeliefert wird, um ihn für die Attentate von Paris vor Gericht zu bringen.

  • 8 :28

    Schneider-Ammann kondoliert

    Bundespräsident Johann Schneider-Ammann zeigte seine Betroffenheit und sein Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer der Terroranschläge: Am Mittwoch trug er sich ins Kondolenzbuch der belgischen Botschaft in Bern ein.

  • 8 :05

    Metro-Attentäter war offenbar nicht alleine

    Der Selbstmordattentäter, der einen Anschlag auf die U-Bahn in Brüssel verübte, handelte womöglich nicht allein: Laut einem Bericht des Senders RTBF ist auf Bildern einer Überwachungskamera ein zweiter verdächtiger Mann mit einer grossen Tasche zu sehen. Unklar sei, ob der Mann bei der Explosion getötet wurde oder auf der Flucht sei. Die belgischen Behörden äusserten sich bisher nicht zum RTBF-Bericht.

  • 7 :26

    Anwalt von Salah Abdeslam bedroht

    Sven Mary, der Anwalt des mutmasslichen Attentäters von Paris, Salah Abdeslam, ist offenbar von einer Person körperlich angegriffen worden, wie eine belgische Zeitung berichtet. Er konnte sich aber zur Wehr setzen.

    Zudem erhielt Mary laut dem Bericht Hunderte E-Mails, in denen er wegen seiner Tätigkeit für Abdeslam beschimpft oder bedroht wurde. «Ich musste meine Kanzlei schliessen, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten», wird der Anwalt zitiert. Polizeischutz lehnt er allerdings ab.

  • 7 :16

    Suche nach möglichem Komplizen geht weiter

    Die belgische Polizei fahndet weiter nach einem möglichen Komplizen der Selbstmordattentäter, die am Flughafen Brüssels zwei Sprengsätze zur Detonation brachten.

  • 5 :49

    Staatsanwaltschaft nimmt Stellung zu drittem Verdächtigen

    Die belgische Staatsanwaltschaft wollte sich gestern nicht zu den Medienberichten über die Identifizierung des 24-jährigen Najim Laachraoui als mutmasslichen dritten Selbstmordattentäter äussern. Sie kündigte eine Stellungnahme für heute Donnerstag an. Zwei Selbstmordattentäter sind inzwischen identifiziert. Es handelt sich um die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui. Laachraoui war wegen der Terroranschläge von Paris erst vor kurzem zur Fahndung ausgeschrieben worden.

  • 4 :45

    Heiko Maas: «Attentäter sind in Europa aufgewachsen»

    Der deutsche Justizminister Heiko Maas sieht nach den Brüsseler Anschlägen keinen Grund dafür, einen direkten Zusammenhang zwischen dem Flüchtlingszustrom und Terrorgefahr herzustellen. «Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen», sagte der SPD-Politiker gegenüber deutschen Zeitungen. «Sie sind keine Flüchtlinge.»

    Heiko Maas

    Bildlegende: Bundesjustizminister Heiko Maas äussert sich zur Herkunft der Terroristen. Keystone

  • 2 :33

    Lufthansa fliegt bis Ostermontag nicht nach Brüssel

    Die Lufthansa streicht bis einschliesslich 28. März alle Flüge nach Brüssel. Betroffen seien über 12'000 Passagiere, teilte ein Sprecher der deutschen Fluggesellschaft am Abend mit. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines werde bis Montagabend die belgische Hauptstadt nicht mehr anfliegen. Die Swiss hat vorerst alle Brüssel-Flüge bis Freitagfrüh gestrichen. Der Zugverkehr hat sich inzwischen wieder normalisiert.

  • 23 :17

    USA fordern von Europa mehr Engagement gegen den IS

    US-Verteidigungsminister Ashton Carter fordert in einem CNN-Interview von Europa ein stärkeres Engagement gegen den IS. Die Ereignisse von Brüssel machten deutlich, dass «die Europäer ihre Bemühungen zur Bekämpfung des IS in Syrien, im Irak und anderswo intensivieren müssen. So wie wir es getan haben.» Ähnlich äusserte sich auch Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton.

  • 22 :35

    Schweigemarsch für Terroropfer

    Zahlreiche Mitarbeiter und Anwohner des Brüsseler Flughafens haben sich am Abend zu einem Schweigemarsch versammelt. Am Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligten sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte von Menschen. Etliche trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

    Flughafenpersonal zündet Kerzen für die Opfer an

    Bildlegende: Trauerkundgebung am Flughafen von Brüssel: Angestellte drücken ihre Betroffenheit aus. Keystone

  • 22 :08

    Statt Krieg in Syrien gemeinsamer Kampf gegen den IS

    Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini drängt zu verstärkten Anstrengungen für ein Ende des Krieges in Syrien. Die Bedrohung Europas habe klar mit der Ausbreitung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien zu tun, sagte sie. Wenn Europa der Terrorgefahr effektiv begegnen wolle, müsse es mehr dafür tun, dass alle Kräfte auf den Kampf gegen den IS konzentriert würden. Deshalb müsse bei den Genfer Syrien-Gesprächen Einigung über einen politischen Übergangsprozess erzielt werden.

  • 21 :51

    Mehr Verletzte als bisher angenommen

    Die Zahl der bei den Brüsseler Terroranschlägen verletzten Menschen ist erneut nach oben korrigiert worden: Gemäss den Zahlen vom Mittwochabend erlitten nicht 270, sondern 300 Personen leichte oder schwere Verletzungen. Die Hälfte von ihnen liegt noch in Spitälern, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 61 Menschen mussten auf einer Intensivstation behandelt werden. Bei den Schwerverletzten handelt es sich meist um Menschen, die durch die Explosionen Verbrennungen erlitten und von Metallteilen in den Bomben getroffen wurden. Die Zahl der Todesopfer liege unverändert bei 31.

  • 21 :37

    Parmelin: «Zusammenarbeit der Geheimdienste muss besser werden»

    Die Sicherheitslage habe sich für die Schweiz auch nach den Anschlägen von Brüssel nicht grundlegend geändert, sagt Verteidigungsminister Guy Parmelin an der «Rundschau»-Theke. Er habe schon vorher in ständigem Kontakt mit dem Bundesnachrichtendienst gestanden. Jedoch müsse die Zusammenarbeit zwischen den internationalen Nachrichtendiensten verbessert werden: «Wenn solche Ereignisse passieren, muss man sich immer fragen, was besser gemacht werden kann.» Noch deutlicher kritisiert der ehemalige Europol-Chef Max-Peter Ratzel die Zusammenarbeit der Polizeien und Geheimdienste.

    Video «Guy Parmelin an der «Rundschau»-Theke» abspielen

    Guy Parmelin an der «Rundschau»-Theke

    1:37 min, vom 23.3.2016

  • 20 :51

    Lange Warteschlangen beim Hauptbahnhof

    Noch immer gilt in ganz Belgien die höchste Terrorwarnstufe 4. Schulen, Behörden und Einkaufszentren sind allerdings grundsätzlich geöffnet. Auch der Betrieb am Hauptbahnhof läuft weiter. Wegen der Sicherheitskontrollen haben sich beim Eingang allerdings lange Schlangen gebildet.

    Lange Warteschlangen beim Hauptbahnhof Brüssel.

    Bildlegende: Wer in Brüssel auf den Zug will, braucht wegen der Sicherheitskontrollen viel Geduld. Reuters

  • 20 :37

    Belgien weist Vorwürfe von Erdogan zurück

    Das will Belgien nicht auf sich sitzen lassen: Justizminister Koen Geens hat Vorwürfe der Türkei zurückgewiesen, den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig auf freiem Fuss gelassen zu haben.

    El Bakraoui habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen, sagte Geens dem Sender VRT. Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen. Seinem Wissen nach sei El Bakraoui auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden.

  • 20 :29

    Landesweite Schweigeminute am Donnerstag

    Belgien will am Donnerstag um 14.30 Uhr mit einer landesweiten Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge gedenken. Das kündigte die Regierung an.

    Bereits diesen Mittag hatte es eine Schweigeminute in der Hauptstadt Brüssel gegeben, an der unter anderem auch das Königspaar teilnahm.

    Viele Leute während Schweigeminute.

    Bildlegende: Schweigeminute auf der Place de la Bourse in Brüssel. Keystone

  • 20 :14

    Schwierige Zusammenarbeit der Sicherheitshüter

    Durchsuchungen, Abhörungen, Hausarreste: Seit den Anschlägen von Paris laufen Ermittlungen gegen potenzielle Terroristen auf Hochtouren. Die Anschläge von Brüssel verdeutlichen aber das Problem der Behörden, gewonnene Informationen zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle zu bringen. Den Bericht lesen Sie hier.