Zum Inhalt springen
Inhalt

«Terroristischer Angriff» Attentäter gegen Muslime zu lebenslanger Haft verurteilt

  • Ein Gericht in London legte fest, dass der 48-jährige Darren Osborne wegen der Tat bei der Finsbury-Park-Moschee im Juni 2017 mindestens 43 Jahre hinter Gitter bleiben muss.
  • Die Richterin sagte bei der Verkündung des Strafmasses, der Angeklagte habe in Tötungsabsicht einen «terroristischen Angriff» verübt. Die Jury hatte Osborne am Donnerstag wegen Mordes und Mordversuchs schuldig gesprochen.

Der Mann aus dem walisischen Cardiff war am 19. Juni des vergangenen Jahres in London in eine Gruppe von Muslimen gerast, die vom Abendgebet in der Finsbury-Park-Moschee kamen. Ein Mann starb, mehr als zehn weitere Menschen wurden verletzt.

Zum Prozessauftakt Mitte Januar hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, Osborne habe versucht, «so viele aus der Gruppe wie möglich» zu töten. Der arbeitslose Vater von vier Kindern habe sich durch einen Fernsehbeitrag über eine Missbrauchsaffäre unter Beteiligung hauptsächlich muslimischer Männer anstacheln lassen. Die islamistischen Anschläge von Manchester im Mai und London im Juni mit insgesamt 35 Toten hätten seine Wut weiter gesteigert.

Mit rechtsextremen Inhalten beschäftigt

Osborne plädierte auf nicht schuldig. Er gab an, den Anschlag mit zwei Komplizen geplant zu haben. Einer von ihnen habe den Lieferwagen gesteuert. Dieser sei dann «spontan» in die Menge vor der Moschee gerast. Die Staatsanwaltschaft hält die mutmasslichen Komplizen für erfunden.

Vor dem Anschlag befasste sich Osborne nach Erkenntnissen der Polizei im Internet mit rechtsextremen Inhalten. Er selbst gab vor Gericht an, dass er vorgehabt habe, den Labour-Chef Jeremy Corbyn und den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bei einer propalästinensischen Demonstration zu töten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Joyce Schmid (jms)
    Osborne hat absichtlich eine person getötet, mehrere menschen absichtlich verletzt und geplannt andere personen absichtlich zu töten. Er sieht sich als unschuldig. Was muss er tun - in seiner welt - um schuldig zu werden? Das übersteigt mein verständnis.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen