Thailand: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Zwar hat Thailand gewählt, dennoch bleibt das Land gelähmt. Der Graben zwischen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und den Regierungsgegnern ist zu tief. Der Wahlboykott erfordert Neuwahlen – Ausgang ungewiss.

Regierungsgegner mit einem Fleyer zum Wahlboykott.

Bildlegende: Regierungsgegner mit einem Flyer zum Wahlboykott. Reuters

Einen Tag nach den Parlamentswahlen in Thailand hat Regierungschefin Yingluck Shinawatra die Hoffnung geäussert, dass die ideologischen Gräben im Land überwunden werden können.

Nachwahlen erforderlich

Der Urnengang brachte aber kein endgültiges Ergebnis. In knapp einem Fünftel der landesweit 375 Wahlkreise wurden die Menschen durch Blockaden an der Stimmabgabe gehindert, wie die Wahlkommission mitteilte. Deshalb und wegen Problemen schon bei der Registrierung von Kandidaten, ist bereits jetzt eine Nachwahl für den 23. Februar angesetzt.

Zudem wollen die Regierungsgegner beim Verfassungsgericht die Wahl annullieren lassen, ein entsprechender Antrag ist aber noch nicht eingegangen, hiess in Medienberichten.

Die Regierungsgegner geben sich weiterhin kompromisslos: Sie starteten am Montag einen neuen Protestmarsch in Bangkok.

Wahlen Thailand

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • In Thailand wurde gewählt – Nachwahlen nötig

    Aus Tagesschau vom 2.2.2014

    Das Thailändische Volk hat gewählt. Trotz wochenlanger Unruhen im Vorfeld und heftiger Störaktionen der Regierungsgegner am Wahltag - ist der Urnengang mehrheitlich friedlich abgelaufen. Doch in 10 Provinzen im Süden des Landes konnte nicht abgestimmt werden. Mit Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Ruth Bossart.