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International Themse steigt und steigt – Land unter in Südengland

Im seit Wochen hochwassergeplagten Südwesten Englands warnen die Behörden vor neuen Regenfällen. In den Grafschaften Berkshire und Surrey stieg der Pegel der Themse teils auf die höchsten Werte seit den 1980er Jahren an. Rund 2500 Häuser sind nach Angaben der Behörden gefährdet.

Die grossen Entwässerungssysteme der Flüsse Thames und Severn im Süden Englands sind hoffnungslos überfordert. Der Boden ist gesättigt. Der Grundwasserspiegel steigt. Neue Niederschläge stauen sich.

Bis zu 70 Millimeter mehr Regen werden in diesen Gebieten bis zum Ende der Woche erwartet. Die Themse hat an zahlreichen Messpunkten ihre Höchststände überschritten.

Inzwischen spazieren Schwäne durch die Strassen historischer Altstädte wie in Worcester. Eisenbahnlinien sind unterbrochen. Sandsäcke bieten prekären Schutz für Ortschaften entlang der Themse westlich von London.

Hoher Preis für massive Rodungen

Die britischen Politiker stürzen sich derweil in Gummistiefel, um telegen durch überschwemmte Strassen zu waten. Oder sie liefern sich einen Schlagabtausch über die Meriten der Umweltagentur, deren Mittel zum Hochwasserschutz begrenzt sind.

Die vergangenen Sünden bestehen weniger darin, dass die Flussbette nicht mehr regelmässig ausgebaggert wurden. Zu schaffen machen vielmehr die höher gelegenen Hügellandschaften, die mit Aussicht auf EU-Subventionen gerodet wurden. Das Umdenken beginnt in diesen Tagen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Es rächt sie meistens, wenn zu starke Einschnitte in der Natur vornimmt. Vielleicht merken jetzt auch die grössten Kritiker gegen die Klimaerwärmung, dass sie ihren Standpunkt nicht aufrecht halten können. Der Mensch ist Verursacher solcher Desaster, ob er etwas daraus lernt ist fraglich.
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