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Terror in Berlin Tod des Berliner Attentäters: Das Protokoll zum Nachlesen

Beim in Mailand erschossenen Mann handelt es sich um den mutmasslichen Berliner Attentäter. Das bestätigten der italienische und der deutsche Innenminister. Die Suche nach möglichen Hintermännern der Tat werde fortgesetzt. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

  • Der europaweit gesuchte Tunesier ist am frühen Morgen im Grossraum Mailand von einer Polizeistreife erschossen worden.
  • Der 24-Jährige mutmassliche islamistische Terrorist hat «ohne zu zögern» geschossen, nachdem er von den Polizisten nach seinen Papieren gefragt wurde.
  • Beim Schusswechsel wurde ein Polizeibeamter verletzt. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.
  • Italiens Innenminister Marco Minniti bestätigt den Tod von Anis Amri – ebenso wie der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière verwies aber darauf, dass die Terrorgefahr weiterhin hoch sei.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 15:58

    Danke für Ihr Interesse!

    Hiermit schliessen wir unseren Liveticker zum Tod des mutmasslichen Attentäters von Berlin, halten Sie aber selbstverständlich weiter auf dem Laufenden.

  • 15:49

    Das ist bisher bekannt – ein Überblick

    Was wir derzeit über Täterschaft, den Beifahrer des Tat-Lastwagens und weitere Fahndungsergebnisse wissen, lesen Sie hier.

  • 15:33

    Merkel will schnellere Abschiebungen nach Tunesien

    Nach der Terrorattacke dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf schnellere Abschiebungen nach Tunesien. Sie habe mit dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi telefoniert und ihm gesagt, «dass wir den Rückführungsprozess noch deutlich beschleunigen und die Zahl der Zurückgeführten deutlich erhöhen müssen.»

    Bei der Frage der Rückführungen habe es im laufenden Jahr bereits Fortschritte gegeben. Nach dem Anschlag war bekannt geworden, dass eine Abschiebung des tunesischen Täters gescheitert war.

  • 15:13

    Hätte das Attentat verhindert werden können?

    Der Angreifer war kein unbekannter Extremist – ganz im Gegenteil. Doch seine Daten waren nicht im europäischen Informationssystem.

    Legende: Audio Mutmasslicher Attentäter bei Polizeikontrolle erschossen abspielen.
    4:02 min, aus Rendez-vous vom 23.12.2016.
  • 15:10

    Merkel: «Unsere Werte sind der Gegenentwurf zum Terrorismus»

    Jeder Aspekt des Falles werde analysiert, verspricht Merkel. «Wo Bedarf für politische oder gesetzliche Veränderungen besteht, werden wir Massnahmen umsetzen.»

    «Wir können zum Ende dieser Woche erleichtert sein, dass eine konkrete Gefahr beendet ist», sagt die Bundeskanzlerin weiter. Doch die Bedrohungslage bestünden weiterhin. Merkel sprach allerdings Mut zu: «Unsere Werte, unsere Menschlichkeit – sie sind der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus.»

  • 15:06

    Bundeskanzlerin Merkel: «Wir stellen uns dem Terrorismus entschlossen»

    «Der Terrorismus fordert uns alle heraus. Es tut gut zu wissen, wie entschlossen und geschlossen wir uns in Europa diesem Terrorismus stellen», erklärte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Medien.

    «Ich denke an alle Opfer und ihre Familien, für die es ein Weihnachten in tiefem Schmerz wird», so Merkel.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.
    Legende: Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Keystone
  • 15:00

    IS publiziert angebliches Video des Attentäters

    Das IS-Sprachrohr Amak hat ein Video veröffentlicht, auf dem der Berlin-Attentäter zu sehen sein soll. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört dieser dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

  • 14:48

    «Der Attentäter von Berlin war den Italienern bestens bekannt»

    Einschätzungen des SRF-Italien-Korrespondenten Philipp Zahn in der «Tagesschau».

    Legende: Video Der Berliner Attentäter ist tot abspielen. Laufzeit 3:45 Minuten.
    Aus Tagesschau am Mittag vom 23.12.2016.
  • 14:47

    Kein direkter Bezug zur Schweiz

    Bisher ist nicht erwiesen, ob der in Deutschland gesuchte und inzwischen in Mailand getötete Terrorverdächtige je in der Schweiz gewesen ist. Abklärungen dazu sind in Gang, wie es beim Bundesamt für Polizei (fedpol) heisst.

    Ein direkter Bezug des Tunesiers zur Schweiz sei bisher nicht festgestellt worden, bestätigte fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu auf Anfrage verschiedener Medien. «Wir stehen seit dem Anschlag in Berlin in Kontakt mit den deutschen Behörden.»

  • 14:30

    Neun der zwölf Anschlagsopfer identifiziert

    Vier Tage nach dem Terroranschlag in Berlin sind nach Angaben des Landeskriminalamtes neun der zwölf Toten identifiziert. Es handle sich ausschliesslich um Erwachsene.

  • 14:24

    De Maizière: «Die Ermittlungen werden mit Hochdruck weitergeführt»

    Mit dem Fahndungserfolg habe sich die Terrorbedrohung für Deutschland leider nicht geändert, so de Maizière. «Diese bleibt hoch». Die Ermittlungen seien denn auch noch lange nicht abgeschlossen. Unter anderem gehe es darum, Mitwisser oder Mittäter zu entlarven.

    «Wir sind mit unseren Gedanken weiter bei den Opfern, den Verletzten, die teilweise noch immer um ihr Leben ringen», so der Bundesinnenminister. «Ich wünsche uns jetzt wirklich friedliche Weihnachten.»

  • 14:20

    De Maizière: «Bin sehr erleichtert»

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière bestätigt vor den Medien nochmals, dass es sich beim Erschossenen definitiv um den Tatverdächtigen des Berliner Anschlags handelt. Dies habe ein Abgleich der Fingerabdrücke ergeben.

    «Ich habe meinen Amtskollegen zum Erfolg der italienischen Polizei beglückwünscht», sagt de Maizière. Die Beamten hätten hervorragend gearbeitet. «Bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht.»

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu Beginn der Medienkonferenz in Berlin.
    Legende: Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu Beginn der Medienkonferenz in Berlin. Keystone
  • 14:03

    Mailands Polizeipräsident: «Täter war extrem gefährlich»

    Als der Tunesier auf die Polizisten in Mailand traf, war er offenbar alleine. Auf ihn seien zwei Schüsse abgegeben worden, einer habe den Brustkorb getroffen und sei tödlich gewesen, sagte der Mailänder Polizeipräsident Antonio de Iesu.

    Der Mann sei «höchst gefährlich» gewesen und hätte vermutlich erneut zugeschlagen. Die beiden jungen Polizisten hätten sich vorbildlich verhalten. Der Polizeipräsident wies Berichte zurück, wonach der Attentäter «Allahu Akbar» (Gott ist gross) gerufen haben soll. Davon wisse er nichts. Aber Amri habe die Polizisten als «Bastarde» beschimpft.

  • 13:54

    Angela Merkel tritt um 15 Uhr vor die Medien

    Wie erwartet, wird sich auch die deutsche Bundeskanzlerin zum Tod des mutmasslichen Attentäters äussern. Merkel soll laut dem Bundespresseamt um 15 Uhr vor die Medien treten.

  • 13:48

    Angeschossener Polizist ist wohlauf

    Er wird in seiner Heimat bereits als Held gefeiert: Der 36-jährige Mailänder Polizist Christian Movio wurde angeschossen, als er und sein Kollege den mutmasslichen Attentäter kontrollieren wollten. Movio wurde an der Schulter getroffen und musste notoperiert werden, befindet sich aber bereits auf dem Weg zur Besserung.

    Mann liegt im Spital und telefoniert mit dem Handy.
    Legende: Der italienische Polizist Christian Movio im Spital. Keystone
  • 13:39

    IS-Bekennerschreiben «ohne Täterwissen»

    Zum Bekennerschreiben des sogenannten Islamischen Staates wollte sich der Generalbundesanwalt nur sehr beschränkt äussern. Dieses habe «kein Täterwissen zum Ausdruck gebracht», antwortete Frank lediglich und beendete die Medienkonferenz bereits nach wenigen Minuten wieder.

  • 13:36

    Hatte der Attentäter Helfer?

    Im Vordergrund stehe die Frage, ob es ein Helfernetzwerk gegeben habe, sagte Peter Frank. Darauf konzentrierten sich derzeit die Untersuchungen. «Wir wollen die weiteren Ermittlungen in Ruhe und mit Nachdruck angehen», betonte der Generalbundesanwalt.

    Für die Bundesanwaltschaft sei «vor allem auch von Interesse, ob die Waffe, die bei ihm in Mailand gefunden wurde, die Tatwaffe von Berlin ist».

  • 13:34

    Generalbundesanwalt informiert

    Der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank spricht nun vor den Medien.

    Der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank.
    Legende: Der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank. Keystone
  • 13:24

    Polizei-Behörden waren offenbar nicht vorgewarnt

    Wie der Mailänder Polizei-Chef sagte, hatte seine Behörde vorgängig keine Informationen erhalten, dass der Verdächtige in der Stadt sein könnte. Der Mann habe sich einfach verdächtig benommen und sei deshalb kontrolliert worden.

  • 13:02

    Ein «Grazie» an die Kollegen

    Die Berliner Polizei hat sich via Twitter bei ihren italienischen Kollegen für die Hilfe bei der Suche nach dem mutmasslichen Berliner Attentäter bedankt.

76 Kommentare

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  • Kommentar von I. Bürgler (I.Bürgler)
    Die Polizei hat es schön, sie können zurück schiessen. Die Bürger können das nicht, sie sind diesen Kriminellen schutzlos ausgeliefert und man möchte dem braven Bürger am liebsten alle Waffen wegnehmen.
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    1. Antwort von Ueli von Känel (uvk)
      I. Bürgler: Es ist eher geschmacklos, haltlos, wie und was Sie hier schreiben. Es ist erwiesen, dass mit Sturmgewehren und anderen Waffen, die eigentlich nicht unbedingt in den Schrank daheim gehören, pro Jahr etliche Morde verübt werden. Davor, dass unzufriedene Bürger auf einmal losschiessen mit einer Waffe, die sie einfach so daheim haben, habe ich mehr Angst als vor Attentäter, so verwerflich diese auch handeln. Eine Staatsordnung und ein Rechtsstaat müssen aufrecht erhalten werden.
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Ueli von Känel, so unrecht hat Herr Bürgler nun wirklich nicht. Mir scheint, sie haben in Ihrer Weltanschauung einige Defizite.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Dass strengere Grenzkontrollen eingeführt werden sollen, kann Sinn machen, ist jedoch eher Symptombekämpfung in einer Welt, die sozial und wirtschaftlich gesehen aus den Fugen geraten ist. Das "Faustrecht" der wirtschaftlich Stärkeren dominiert. Die Kluft zwischen Reich und Arm wächst weiter an. Dies ist ein gefährlicher Nährboden für Gewalt bzw. Terrorismus. Ohne ethische Wirtschaftsregeln wird die Gewalt zunehmen. Hier tragen wir alle eine soziale Mitverantwortung - je nach Portefeuille.
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  • Kommentar von Armin Spreter (aspre)
    Allerherzlichsten Dank und ganz großen Respekt für die beiden ital.Polizisten! Ihnen gebührt die von der dt. Staatsanwaltschaft ausgesetzte Belohnung von 100.000 €. Nur, ich glaube nicht, dass sie diese auch erhalten werden...
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