Todesdrohungen gegen Musharraf

Der frühere pakistanische Machthaber Pervez Musharraf will wieder zurück in seine Heimat. Die Rückkehr steht aber unter einem schlechten Stern. Die Taliban drohen Musharraf mit dem Tod.

Pakistans früherer Machthaber Pervez Musharraf.

Bildlegende: Pervez Musharraf lässt sich von den Drohungen nicht einschüchtern. Keystone

Nach fast vierjährigem Exil will der Ex-General Pervez Musharraf nach Pakistan zurückkehren und bei der Parlamentswahl am 11. Mai antreten. Die Taliban wollen aber die Rückkehr aus Dubai um jeden Preis verhindern.

In einem Video hatte der pakistanische Taliban Adnan Rasheed verkündet, seine Mitkämpfer hätten eine Todesschwadron aus Selbstmordbombern und Heckenschützen aufgestellt, um «Musharraf zur Hölle zu schicken».

Ungeachtet dieser Drohung will der ehemalige General am Sonntag nach Pakistan reisen. Er habe aber die pakistanische Regierung um Schutz gebeten und werde auch sein eigenes Sicherheitsteam aus früheren Elitesoldaten mitbringen.

Haftbefehl gegen Musharraf

Musharraf war in seiner Amtszeit ein enger Verbündeter der USA in deren Feldzug gegen die Taliban und Al-Kaida im benachbarten Afghanistan. Er ging auch im eigenen Land hart gegen militante Islamisten vor.

Musharraf werden unter anderem Mängel beim Schutz von Ex-Ministerpräsidentin Benazir Bhutto vorgeworfen, die 2007 bei einem Anschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung getötet wurde. 2009 verliess er das Land. Am Freitag hatte ein Gericht in Karachi einen Haftbefehl gegen ihn ausgesetzt.