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Charleston-Attentat Todesurteil für 22-jährigen Dylann Roof

Legende: Video Archiv: Neun Menschen in Kirche in Charleston erschossen abspielen. Laufzeit 01:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.06.2015.
  • Ein US-Bundesgericht hat den Todesschützen von Charleston, South Carolina, zum Tode verurteilt.
  • Der Schütze hat im Juni 2015 in einer Kirche neun schwarze Gläubige in einer Kirche mit 70 Schüssen getötet.
  • Der 22-jährige Weisse, der sich selber als Rassist bezeichnet, hatte sich zu der Tat ausdrücklich bekannt.
  • Die Anklage umfasste 33 Punkte, darunter mehrfacher Mord und Hassverbrechen. Er wurde bereits im Dezember in allen Punkten schuldig gesprochen.

Roof hatte vor der Tat im Internet ein Pamphlet zu seinen rassistischen Motiven veröffentlicht. Mehrmals war er zu der Kirche gegangen, um den Ort auszukundschaften. Er hatte auch mehrfach Freunden gegenüber geäussert, dass er Afroamerikaner töten wolle.

Später sagte Roof, er habe einen Krieg zwischen Schwarz und Weiss anzetteln wollen: «Mit einer geplanten, durchdachten, schrecklichen Attacke.»

Im Prozess hatten Überlebende die Tat in bewegenden Worten geschildert. Als Bilder der Tat gezeigt wurden, brachen Mitglieder der Jury in Tränen aus.

Es ist das erste Mal, dass ein US-Bundesgericht einen Menschen wegen eines Hassverbrechens zum Tode verurteilt.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Nachdem ich 7 (!) Mal vergebens versucht habe eine Meinung zum Urteil zu äussern, muss ich nüchtern feststellen: Wer das Urteil gegen den brutalen Mörder von 9 Menschen unterstützt (der Todesstrafe zustimmt), wird hier im SRF-Forum zensuriert (nicht aufgeschaltet!). Ich finde eine solche Zensur in einem Land mit Meinungsfreiheit von einem zwangsgebührenpflichtigen Medienunternehmen äusserst bedenklich! Ich werde nun die UBI anschreiben und mich dort orientieren lassen!
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich finde das gut, denn die Todesstraffe wird so selten ausgesprochen, nur in Fällen wo meist viele ehrliche und gerechte Richter keinen anderen vernünftigen Weg sehen können. Obwohl die Todesstraffe natürlich krass ist, gibt es für viele "Kriminelle" keine bessere Lösung. Warum soll der Staat jemanden 30, 40 Jahre oder länger in einem Gefängnis halten, nachdem dieser Menschen mit Absicht getötet hat. Wenn es diesem Jungen gelungen wäre, noch mehr umzubringen, hätte er das auch gemacht.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Ja oder Nein zur Todesstrafe Der Verurteilte ist jetzt 22 Jahre alt. Für sein ganzes weiteres Leben in einem Hochsicherheitstrakt eingesperrt zu werden, in Isolationshaft, ohne die Chance auf eine Begnadigung und dies auch klar zu wissen. Härter als die Todesstrafe? Vielleicht. Diese ganzen vielen Jahre des restlichen Lebens dort zu sitzen, nahezu unfähig zu einer echten Tätigkeit welche den menschlichen Geist fordert und nicht einschlafen lässt.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Dies würde bei ihm wahrscheinlich dazu führen, über sein Leben und vor allem über seine Taten wirklich nachdenken zu müssen: "War es das wert?" Aus diesem Punkt heraus kann man gegen die Todesstrafe sein, da sie den Täter in dem dem Wissen sterben lässt, das sein Tun "doch richtig" war und er damit keine Chance erhält, über seine Verblendung nachzudenken und vielleicht andere von ähnlichen Taten abhalten kann.
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