Tornados fegen über Bangladesch und Süden der USA

Tod und Zerstörung im US-Bundesstaat Texas und in Bangladesch: Menschen verloren ihr Leben, zahlreiche Einwohner ihr Hab und Gut, als Wirbelstürme über die Länder zogen.

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Neun Tote nach Wirbelsturm

1:32 min, aus Tagesschau vom 16.5.2013

Bei schweren Wirbelstürmen in Bangladesch und in den USA sind mehrere Menschen in den Tod gerissen worden. Der Zyklon «Mahasen» setzte die Küste von Bangladesch mit viel Regen unter Wasser, mindestens zehn Menschen starben, doch die befürchtete Katastrophe blieb nach erstem Augenschein aus.

Der Zyklon schwächte sich über Bangladesch ab, als er Land erreichte und wurde zu einem tropischen Sturm herabgestuft. In der Gefahrenzone lebten nach UNO-Angaben mehr als acht Millionen Menschen. Die Länder Bangladesch und Birma hatten zur Vorsicht mehr als eine Million Einwohner aus den gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht.

Hunderte Häuser wurden beschädigt, vor allem etwa 150 Kilometer südlich von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Zehntausende verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Die Küstengebiete erheben sich teilweise nur einen Meter über den Meeresspiegel. Zyklone haben schon mehrfach verheerende Sturmfluten ausgelöst.

Eingestürzte Häuser und umgestürzte Lastwagen im Süden der USA

 Im Bundesstaat Texas starben mindestens sechs Menschen, mehr als 100 wurden verletzt. Ein ganzer Schwarm von Wirbelstürmen war durch den Norden des US-Staates gezogen. Unzählige Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, mindestens 250 Menschen verloren ihr Zuhause. 

Vor allem die rund 8000 Einwohner zählende Ortschaft Granbury, etwa 100 Kilometer südwestlich von Dallas, wurde verwüstet. Fernsehbilder zeigten eingestürzte Häuser, umgestürzte Lastwagen, abgeknickte Bäume und abgebrochene Strommasten.

Personen tragen eine verletzte Person auf einer Bahre.

Bildlegende: Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Sie müssen zahlreiche Verletzte bergen. Keystone

Tennisballgrosse Hagelkörner

Schwere Stürme wirbelten auch durch die Ortschaft Cleburne. Einwohner Darrin Vasquez schilderte dem Sender WFAA-TV, dass der Sturm das Dach seines Hauses weggerissen habe. Es sei «laut und sehr heftig» zugegangen. Mit einer Matratze habe er seine Familie vor herumfliegenden Trümmern geschützt.

Fernsehbilder zeigten umgestürzte Lastwagen, zerknickte Bäume und abgebrochene Strommasten. Einige Gegenden seien von tennisballgrossen Hagelkörnern getroffen worden, hiess es weiter. Die Nationale Wetterbehörde hatte eine Sturmwarnung für 32 Bezirke in Texas herausgegeben.

Laut Nationalem Wetterdienst wurden in der Nacht mindestens zehn Tornados in Texas gezählt. Einer davon könnte laut dem Fernsehsender NBC sogar einen Umfang von mehr als einem Kilometer gehabt haben.