Tote bei Gebietsstreitigkeiten in Malaysia

Bei Kämpfen in der Grenzregion sind mehrere Menschen getötet worden. Zuvor hatten philippinische Muslime ein Landstück besetzt und Gebietsansprüche geltend gemacht. Eine Studie soll Klarheit in den territorialen Streit bringen.

Bei Gefechten zwischen malaysischen Sicherheitskräften und philippinischen Muslimen sind auf Borneo 15 Menschen ums Leben gekommen. Auf dem malaysischen Teil der Insel töteten Polizisten zwölf Philippiner.

Diese hatten ein Gebiet besetzt, das sie für sich beanspruchen. Zwei Polizisten seien bei den Kämpfen getötet worden, sagte Malaysias Premierminister. Die Herkunft eines weiteren Todesopfers blieb zunächst unklar.

Neuer Streit um alten Pachtvertrag

Die Muslime hatten sich nach Angaben philippinischer Behörden seit mehr als zwei Wochen mit einer Gruppe von 180 teils bewaffneten Menschen im Bundesstaat Sabah verschanzt. Sie wollen dort historische Gebietsansprüche geltend machen.

Durch die Gefechte wurde der territoriale Streit nun neu entfacht. Sultan Jamalul Kiram III., der Sabah als Teil seines Sultanats beansprucht, sagte vor Journalisten, seine Anhänger seien bereit, für ihre Rechte zu sterben.

Der Präsident der Philippinen, Benigno Aquino III., hat eine Studie in Auftrag gegeben, die rechtliche Klarheit schaffen soll. Er kündigte an, dass Verstösse des Sultans oder seiner Anhänger gegen philippinisches Recht strafrechtliche Konsequenzen haben würden.