Tote und Verletzte bei Erdbeben in Indien

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 hat den Nordosten Indiens an der Grenze zu Burma erschüttert. Mindestens elf Menschen wurden getötet, rund 200 verletzt. Zu spüren waren die Erdstösse auch in Bangladesch und Bhutan.

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Erdbeben in Indien (unkommentiert)

0:38 min, vom 4.1.2016

Bei einem schweren Erdbeben in Südasien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 6,8 an.

Dutzende Verletzte

Am schwersten betroffen ist der indische Bundesstaat Manipur. In Imphal, der Hauptstadt Manipurs, kamen nach offiziellen Angaben sechs Menschen ums Leben, als Wände einstürzten und Steine herabfielen. Die Zahl der Opfer könnte aber noch deutlich höher ausfallen, weil die Helfer nur langsam durch die Trümmer der eingestürzten Gebäude vordringen können. In Imphal leben rund 270'000 Menschen. Auch liegen laut Regierungsangaben noch keine Berichte aus den entlegenen Gebieten vor.

Im benachbarten Bangladesch starben fünf Menschen, zwei davon, als sie in Panik aus ihren Häusern stürmten. Mindestens 90 weitere wurden laut Polizeiangaben verletzt. Die Erschütterungen waren auch in Burma und Bhutan zu spüren.

In Indien wurden mindestens 100 Menschen verletzt. Viele von ihnen erlitten Kopfverletzungen oder Brüche an Beinen und Armen. Menschen rannten in Panik auf die Strassen, als das Beben um 4.35 Uhr Ortszeit begann. «Die Menschen blieben lange draussen, weil sie Nachbeben fürchteten», sagten Augenzeugen. Viele Häuser seien zudem wegen Einsturzgefahr abgesperrt worden.

Erdbeben in Indien

Nur wenige Hochhäuser

Da sich das Erdbeben während des Sonnenaufgangs ereignete, waren die meisten Menschen in ihren meist einstöckigen Häusern. In der Region gibt es nur wenige Hochhäuser, die besonders einsturzgefährdet sind. Das Epizentrum des Bebens lag knapp 30 Kilometer westlich der Stadt Imphal.

Erst im April hatte ein gewaltiges Erdbeben den angrenzenden Himalaya erschüttert und in Nepal, Indien, China und Bangladesch insgesamt rund 9000 Menschen in den Tod gerissen. Im Dezember und Oktober wurde das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan erschüttert.