Toter in Ramstein: Noch immer viele Fragen um blinden Passagier

Traurige Gewissheit: Der auf dem US-Stützpunkt entdeckte tote blinde Passagier ist in grosser Höhe erstickt. Grund: Sauerstoffmangel. Unklar ist hingegen weiterhin die Herkunft – auch wenn es erste Vermutungen gibt.

Transportmaschine vom Typ C-130J landet in Ramstein. (Archivbild)

Bildlegende: Im Fahrwerksschacht einer Maschine dieses Typs starb der Jugendliche aus Afrika. Keystone/Archiv

Der im Fahrwerksschacht einer US-Militärmaschine in Ramstein gefundene tote blinde Passagier war 12 und 14 Jahre alt. Das haben Untersuchungen von Experten ergeben, wie die Staatsanwaltschaft in Zweibrücken mitteilte.

Am Mittwoch war bereits bekannt geworden, dass der heimliche Mitflieger mit hoher Wahrscheinlichkeit am Flughafen der malischen Hauptstadt Bamako in den Fahrwerksschacht geklettert war.

Sauerstoffmangel

Die Identität der Leiche ist weiter unklar. Es werde nun versucht, vor Ort herauszufinden, ob jemand vermisst werde, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Von dem Jugendlichen seien DNA-Proben genommen worden.

Der Tote war am Sonntag auf der US-Airbase bei einer Inspektion entdeckt worden, Papiere hatte er keine bei sich. Eine Obduktion hatte ergeben, dass er wegen Sauerstoffmangels in grosser Höhe erstickt ist.

Die US-Transportmaschine vom Typ C-130J kam aus Afrika, wo sie in mehreren Ländern zwischengelandet war.