Zum Inhalt springen

Tragödie in Brasilien 21 Tote bei versuchtem Gefängnisausbruch

  • Bei einem versuchten Gefängnisausbruch im Norden von Brasilien sind mindestens 21 Menschen getötet worden.
  • Eine «extrem schwer bewaffnete Gruppe» habe den Ausbruchsversuch unterstützt, teilten die Sicherheitsbehörden mit.
  • Zu den Toten sei es bei Zusammenstössen mit der Polizei gekommen.
Polizei dringt ins Gefängnis ein.
Legende: Immer wieder kommt es in Brasilien zu Aufständen in Gefängnissen. Wie hier im Januar 2017 in der Nähe von Natal. Keystone

Komplizen hatten in der Nähe der Stadt Belém eine Aussenmauer des Gefängnisses Santa Izabel gesprengt und die Wächter unter Beschuss genommen. Bei der Explosion und dem Schusswechsel seien schliesslich ein Polizist, fünf Gefängnisinsassen sowie 15 mutmassliche Komplizen getötet worden.

Fünf Gefängniswärter wurden verletzt. Aus den Berichten ging nicht hervor, ob eventuell Gefangenen die Flucht gelungen war. Die Angreifer wurden bei der Schiesserei mit den Gefängniswärtern von ebenfalls bewaffneten Insassen unterstützt, erklärte ein Regierungssprecher von Pará.

Überfüllte Gefängnisse

In der Haftanstalt Santa Izabel gab es zuletzt 660 Insassen, bei einer maximalen Kapazität von 432 Häftlingen. Ein Bericht der Gefängnisaufsicht hatte im Februar vor der Gefahr eines Fluchtveruchs mit Unterstützung von Aussen gewarnt.

In Brasiliens Gefängnissen kommt es wiederholt zu Meutereien mit Todesopfern. Im November 2017 waren 14 Häftlinge aus der Anstalt Santa Izabel geflüchtet. Ein weiterer Fluchtversuch im Januar war gescheitert.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Schon merkwürdig: Ueber solche Zustände (völlig überfüllte Gefängnisse!) veröffentlicht die "Amnesty International" nie laute Vorwurfs-Aufschreie! Hingegen bei uns in der Schweiz (in denen eine 3*-Mentalität zum Alltag gehört), wird sofort jede Beschwerde oder jedes zu kleine Zimmer als "unmenschlich" angeprangert und als "schlimm" taxiert! Ja, eine einfache Erklärung: In Brasilien könnten die falschhumanistischen (selbsternannten) "Gutmenschen" gar nie zu solchen unmenschlichen Infos kommen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Reni Achermann (Timbo Wolf)
      Komisch. Eine kurze Googlesuche von einigen Sekunden hat mir mehrere Ergebnisse zu Amnesty International und den Umständen in den brasilianischen Gefängnissen aufgezeigt. Können Sie mir bitte aufzeigen woher Sie Ihre Informationen diesbezüglich haben? Freundliche Grüsse von einem Gutmenschen
      Ablehnen den Kommentar ablehnen