Südafrikaner beten für ihren Nationalhelden

Mit einem nationalen Tag der Trauer und des Gebets beginnt Südafrika die Gedenkfeiern für seinen Nationalhelden. Sie sollen eine Woche dauern.

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Nationaler Tag der Trauer

1:48 min, aus Tagesschau vom 8.12.2013

«Die Sonne wird auch morgen wieder aufgehen und übermorgen. Aber sie wird nicht mehr so hell scheinen wie gestern», sagte der ehemalige Erzbischof von Kapstadt und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu an einem Gedenkgottesdienst für Nelson Mandela. Mit einem Tag der Trauer und des Gebets beginnt heute in Südafrika eine Reihe von Gedenkfeiern für den Nationalhelden.

Das Land wird gut eine Woche lang um Mandela trauern. Am Dienstag findet eine zentrale Gedenkfeier im FNB-Stadion in Johannesburg statt, in dem mehr als 90'000 Menschen Platz finden. Zu der Veranstaltung werden unter anderen UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Präsident Barack Obama erwartet.

Leichnam wird öffentlich aufgebahrt

Ab Mittwoch soll Mandelas Leichnam vor dem Regierungssitz in Pretoria aufgebahrt werden. Der Sarg wird an drei Tagen morgens vom Militärspital in Pretoria auf einem offenen Fahrzeug zum Union Building in Pretoria und abends wieder zurückgefahren.

Die Beisetzung des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers findet am 15. Dezember in Qunu am Ostkap statt, wo Mandela aufgewachsen war. Dort werden rund 9000 Trauergäste erwartet.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Mandelas Trauerfeier wird vorbereitet

    Aus Tagesschau vom 9.12.2013

    Morgen nimmt Südafrika im Fussballstadion in Johannesburg von Nelson Mandela Abschied. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs werden an der offiziellen Trauerfeier erwartet. Die Vorbereitungen für die grosse Gedenkfeier laufen derzeit auf Hochtouren.

  • Gefängniswärter als Freund

    Aus Tagesschau vom 7.12.2013

    Noch vor wenigen Jahrzehnten sass der vor zwei Tagen verstorbene Nelson Mandela als verurteilter Terrorist auf Robben Island im Gefängnis. Zwischen ihm und einem Gefängniswärter von damals entstand eine ungewöhnliche Freundschaft. Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Christina Karrer in Johannesburg.