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Flynns Nachfolge geregelt Trump ernennt McMaster zum neuen Sicherheitsberater

Der 54-jährige H. R. McMaster, der in Afghanistan und Irak diente, gilt als Experte für Militärstrategie.

Legende: Video Trump lobt McMaster (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Donald Trump hat Generalleutnant H.R. McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt.
  • McMaster sei «ein Mann mit grossem Talent und grosser Erfahrung», so Trump.
  • Trump musste den Posten nach dem Rücktritt von Michael Flynn neu besetzen. Hintergrund waren dessen möglicherweise strafbaren Kontakte zum russischen Botschafter vor Amtsantritt der neuen US-Regierung.
  • Trumps Favorit, Vize-Admiral Robert Harward, hatte die Stelle abgelehnt.
  • Der Nationale Sicherheitsberater nimmt unter anderem Einfluss auf die US-Aussenpolitik. Eine Bestätigung der Ernennung durch den Senat ist nicht erforderlich.

Trump kündigt Ernennung McMasters an

Herbert Raymond McMaster ist in Militärkreisen ein beachteter Mann, der sich nicht davor scheut, seine Vorgesetzten scharf zu kritisieren. Früh in seiner Karriere kritisierte er die Generäle, die den US-Einsatz in Vietnam leiteten. Später, im Irak, äusserte er Widerspruch zur Strategie von Präsident George W. Bush, irakische Streitkräfte auszubilden und US-Truppen zurückzuziehen.

McMaster war mehrmals im Irak im Einsatz und bringt viel Erfahrung auf dem Schlachtfeld mit. Bis jetzt hat er sich aber selten in Washington aufgehalten und nur wenig Kontakt mit der Politik gehabt. Er gilt als weniger russlandfreundlich als Michael Flynn.

Hohe strategische Fähigkeiten

In Berichten der vergangenen Jahre wurde er wegen hoher strategischer Fähigkeiten oft als möglicher Kandidat für den Posten des Nationalen Sicherheitsberaters genannt. 2014 wurde McMaster vom «Time Magazine» als eine der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten benannt.

Andere Kandidaten hatten nach Flynns Rücktritt abgewunken und dies mit einer für diese Position ungewöhnlich grossen Einflussnahme des Weissen Hauses begründet. Es war nicht unmittelbar klar, ob McMaster seine eigenen Leute an Bord des Gremiums wird bringen können.

Die Position bedarf keiner Bestätigung des US-Senats. Ex-General Keith Kellogg, der das Amt interimistisch versieht, bleibe dem Nationalen Sicherheitsrat als Stabschef erhalten, teilte das Weisse Haus mit.

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