Trump gewinnt in weiteren drei Bundesstaaten

Donald Trump hat die Präsidentschafts-Vorwahlen in den US-Bundesstaaten Michigan, Mississippi und Hawaii gewonnen, Ted Cruz jene in Idaho. Bei den Demokraten gewann Hillary Clinton in Mississippi und Bernie Sanders in Michigan.

US Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 9. März 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383.

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Sanders setzt sich überraschend durch

1:26 min, aus Tagesschau am Mittag vom 9.3.2016

Die Entscheide der letzten Wahlnacht:

  • Donald Trump gewinnt in den US-Staaten Michigan, Mississippi und Hawaii.
  • Ted Cruz siegt in Idaho.
  • Hillary Clinton gewinnt im Bundesstaat Mississippi.
  • Bernie Sanders holt den Sieg ganz knapp im US-Staat Michigan
Trump nach rechts zeigend.

Bildlegende: Obwohl ihn viele Republikaner als Präsidentschaftskandidaten verhindern wollen, siegt Donald Trump weiter. Keystone

Donald Trump siegt wieder. In Michigan, Mississippi und Hawaii fuhr der in seiner Partei unbeliebte Republikaner wichtige Siege ein.

Der Immobilien-Milliardär nahm nach einer kurzen Durststrecke im US-Vorwahlkampf wieder Fahrt auf. Am Dienstag gewann er mit Mississippi und Michigan zwei weitere Staaten und baute seine Führung bei den Delegierten der Republikaner für den Parteitag im Juli weiter aus. Auch auf Hawaii konnte sich der Republikaner laut Prognosen der Sender Fox News und CNN durchsetzen. In Idaho unterlag er allerdings seinem Konkurrenten Ted Cruz. Der erzkonservative Senator aus Texas gewann in dem Bundesstaat im Nordwesten mit deutlichem Vorsprung vor dem umstrittenen Milliardär.

Sanders fügt Clinton schmerzliche Niederlage zu

Bei den Demokraten musste Hillary Clinton eine empfindliche Niederlage einstecken. Die Favoritin siegte mit grossem Abstand in Mississippi, wo viele Afro-Amerikaner leben. Im wichtigen Bundesstaat Michigan musste sie aber eine empfindliche Niederlage gegen ihren hartnäckigen parteiinternen Widersacher Bernie Sanders einstecken. Der 74-Jährige führte nach Auszählung von über 95 Prozent der Stimmen uneinholbar mit etwa zwei Prozentpunkten Vorsprung.

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Clinton: «Sanders und ich haben unsere Differenzen» (Englisch)

1:26 min, vom 9.3.2016

«Die politische Revolution, über die wir hier sprechen, ist stark», sagte der 74-Jährige. Er wolle weitere Staaten gewinnen. «Die stärksten Teile kommen erst noch», sagte er. Clinton wandte sich nach ihrem Sieg in Mississippi an ihre Anhänger. «Wir sind besser als das, was uns die Republikaner anbieten», sagte die frühere Aussenministerin.

Neben Mississippi und Michigan steht bei den Republikanern noch eine Vorwahl auf Hawaii an. Ergebnisse sind erst im Verlauf des Vormittags zu erwarten.

Trump ist überzeugt: «Ich kann Clinton schlagen»

Trump hatte am vergangenen Wochenende mit Kansas, Maine und Puerto Rico drei Wahlen klar verloren. Vorausgegangen war eine beispiellose Kampagne der eigenen Parteiführung gegen den Unternehmer aus New York. Sein Widersacher Cruz konnte bei der Vergabe der Delegierten leicht aufholen.

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Trump bei der Wahlveranstaltung in Florida (Englisch)

0:56 min, vom 9.3.2016

«Ich hoffe, dass die Republikaner es annehmen werden», sagte der 69-jährige Trump in Florida nach seinen Siegen in Michigan und Mississippi. «Umfragen zeigen, dass ich Hillary schlagen kann. Wir werden viele, viele Menschen von den Demokraten zu uns holen», fügte er hinzu. Tatsächlich sehen die meisten Umfragen Clinton im Vergleich mit Trump deutlich vorn.

Experten rechnen mit Kampfabstimmung

Für Marco Rubio, den Favoriten des republikanischen Partei-Establishments, bahnt sich wie schon am vergangenen Samstag ein rabenschwarzer Tag an. Sowohl in Michigan als auch in Mississippi kam er nur auf einstellige Prozentsätze. Rubio muss am kommenden Dienstag in seinem Heimatstaat Florida unbedingt gewinnen, will er im Rennen bleiben. In Idaho lag er in den ersten Stimmbezirken auf Rang drei.

Trump hat bei den Republikanern inzwischen 14 von 23 Vorwahlen gewonnen. Im Ringen um die meisten Delegiertenstimmen konnte er sich aber noch immer nicht entscheidend absetzen. Eine starke Strömung innerhalb der Republikaner versucht mit aller Macht, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Viele Politexperten gehen inzwischen von einer Kampfabstimmung beim Parteitag im Juli in Cleveland aus.

Diese Kandidaten sind noch im Rennen

Trump-Steaks für 50 Dollar

Donald Trump sprach an seiner Medienkonferenz zu den Wahlsiegen in Michigan und Mississippi zunächst über Fleisch: «Wir haben Trump-Steaks. Wenn ihr eins wollt, berechnen wir Euch 50 Dollar pro Steak.» Das Fleisch wurde neben ihm mit Trump-Wein präsentiert. Trump verkauft offensichtlich nicht nur sich selbst gut.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Ted Cruz holt auf

    Aus Tagesschau vom 6.3.2016

    Im Rennen um die amerikanische Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern deutet alles auf einen Zweikampf zwischen Donald Trump und Ted Cruz hin. Marco Rubio will sich trotz einer weiteren Schlappe noch nicht geschlagen geben – ganz zum Frust von Trump und Cruz.

  • FOKUS: Hillary Clinton auf dem Vormarsch

    Aus 10vor10 vom 2.3.2016

    Hillary Clinton konnte am Super Tuesday triumphieren. Zu verdanken ist ihr gutes Wahlresultat nicht zuletzt auch den sogenannten Caucus-Veranstaltungen - dort wird in Schulzimmern über die Vor- und Nachteile der Kandidaten gestritten und um Stimmen gekämpft.

  • Das Logo der Republikaner.

    «Trump hat die republikanische Partei als Geisel genommen»

    Aus SRF 4 News aktuell vom 2.3.2016

    Was das republikanische Parteip-Estabhlishment fürchtet - wird also immer realistischer: Dass Donald Trump, der Immobilien-Milliardär aus New York, der republikanische Präsidentschafts-Kandidat wird.

    Hansrudolf Kamer war USA-Korrespondent und Auslandchef der NZZ, heute schreibt er für die Weltwoche - er neigt in seiner Haltung eher den Republikanern zu.

    Salvador Atasoy hat ihn gefragt: Wie gespalten sind die Republikaner?

    Salvador Atasoy

  • «Clinton hat einen grossen Apparat hinter sich - das wird helfen»

    Aus SRF 4 News aktuell vom 10.2.2016

    Mit Trump und Sanders wurden in New Hampshire zwei Männer gewählt, die gar nicht für die herrschenden Verhältnisse stehen. Ist das Ausdruck der Verdrossenheit der amerikanischen Bevölkerung? Jein, sagt Christian Lammert. Er ist Professor für nordamerikanische Politik am John F.

    Kennedy Institut der Freien Universität Berlin.

    Tina Herren