Nafta bleibt bestehen Trump hält vorerst an Freihandelsabkommen fest

Ein Lastwagen passiert die amerikanische Grenze.

Bildlegende: Trump hatte das Nafta-Abkommen als «schlechtesten Deal aller Zeiten» bezeichnet. Reuters

  • US-Präsident Donald Trump hält vorerst doch am nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta fest.
  • Dies habe er dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau in einem Telefonat mitgeteilt.

Im Gegenzug hätten die beiden Nachbarländer laut dem Weissen Haus eingewilligt, «zügig voranzugehen, um die Neuverhandlung des Nafta-Abkommens zu ermöglichen».

Trump hatte das Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada in der Vergangenheit als «Katastrophe für die USA, für die Firmen und ganz besonders für die Arbeitskräfte» bezeichnet. Zuvor hatte er erwogen, per Dekret aus dem Freihandelsabkommen auszusteigen. Trumps Berater waren sich in der Sache aber uneinig. Trump hatte mit dem Rückzug aus Nafta gedroht, sollte er keine besseren Bedingungen für die USA aushandeln können.

Trump ein Isolationist?

Das seiner Meinung nach verfehlte Abkommen war für Trump ein Hauptgrund gewesen, sein Amt anzutreten. Durch das Vertragswerk, einer der weltweit umfangreichsten Handelsverträge, sind die USA und Kanada zusammen mit Mexiko seit 1994 in einer Freihandelszone zusammengeschlossen.

Das Transpazifische Freihandelsabkommen TPP hatte Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt gekündigt. Der US-Präsident zieht bilaterale Handelsverträge gegenüber multilateralen Abkommen vor. Den Vorwurf, ein Isolationist zu sein, hatte Trump zurückgewiesen. Er sei ein Anhänger des freien, aber auch des fairen Handels.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Trump gegen Globalisierung

    Aus 10vor10 vom 22.11.2016

    Donald Trump will schon am ersten Tag im Amt als US-Präsident den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP in die Hand nehmen. Was bleibt von der Globalisierung, wenn die USA sich gegen den Freihandel aussprechen?