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Markige Töne aus Teheran «Trump ist ein Anfänger»

Legende: Audio Iran und die USA – zurück in erbitterte Feindschaft? abspielen.
6:34 min, aus Echo der Zeit vom 06.02.2017.
  • Irans Präsident Hassan Ruhani hat Trumps Politik scharf kritisiert und der neuen US-Regierung implizit gedroht.
  • Trump reagierte postwendend – mit einer Drohung gegen Ruhani.
  • Der Iran ist vom umstrittenen Einreisestopp direkt betroffen.

Hassan Ruhani äusserte sich anlässlich der Feierlichkeiten zum 38. Jahrestag der Islamischen Revolution in der Hauptstadt Teheran vor Hunderttausenden Anhängern.

Dabei warnte das iranische Staatsoberhaupt die USA vor absurden Unterstellungen und Drohungen. Bereits zuvor hatte der Präsident vor ausländischen Diplomaten betont, dass Iranden Terrorismus nicht – wie von Trump behauptet – unterstütze, sondern ihn seit Jahren mit allen Mitteln bekämpfe.

Markige Plakatsprüche

Ruhani warnte Washington in einer Rede vor Drohungen gegen sein Land. Wer eine «drohende Ausdrucksweise» gegen den Iran verwende, werde das bereuen, sagte er.

Wie üblich bei offiziellen Kundgebungen hatten viele Demonstranten Plakate mit der Aufschrift «Tod für Amerika» dabei. Sie hielten zudem Fotos von US-Präsident Donald Trump hoch und trampelten auf US-Flaggen herum.

Trump ruft Ruhani zur Mässigung auf

Iran ist einer der sieben Staaten, die betroffen sind vom Einreisestopp Trumps. In den USA bleibt das Einreiseverbot durch einen Gerichtsentscheid vorerst ausser Kraft.

Warnhinweis an Teheran

US-Präsident Donald Trump reagierte postwendend und rief seinen iranischen Amtskollegen zur Mässigung auf. Ruhani «sollte besser vorsichtig sein», sagte Trump mit Blick auf die Äusserungen Ruhanis.

Spannungen nehmen zu

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben seit Trumps Amtsantritt im Januar deutlich zugenommen. Der Iran hatte kürzlich eine ballistische Mittelstreckenrakete getestet und damit scharfe Kritik des neuen US-Präsidenten auf sich gezogen. Trump äusserte sich auch kritisch zum Atomabkommen mit dem Iran.

Auf grosses Unverständnis in Teheran war Trumps Dekret zu einem Einreisestopp für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten – unter ihnen der Iran – gestossen.

63 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Sehr interessante Theorien in diesem Beitrag. Die sich aber jeder einzelne selbst erstellt. Ich glaube, der Mensch kann nicht leben, ohne an etwas zu Glauben an dem er sich festhalten kann. . Aber warum? Darüber denke ich schon immer nach. Ich glaube weder an die Götter noch an Gott , und trotzdem glaube ich, es muss etwas geben was uns die Kraft zum Leben gibt. Aber was das ist, werde ich nie erfahren.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Entschuldigung,dieser Beitrag gehört unter Evangelikale Christen halten Trump die Stange
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Man konzentriere sich auf das Denken über das Denken: Wenn denken Folge von biologischen Hirnprozessen wäre, wie könnte das Denken sich führen lassen über sich selbst zu reflektieren? Mit dem Denken über das Denken kann die Erfahrung gemacht werden, dass dieses nicht nur Ausdruck biologischer Prozesse sein kann sondern diese steuern können muss -> es gibt etwas Immaterielles, dass die Materie steuern kann -> der Mensch ist nicht nur was sein Körper ist, er hat einen Körper.
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Es gibt einen sehr interessanten Artikel im Internet: https://www.das gehirn info/den....dasgehirn.info Unterteilt in versch. Begriffe wie z.Bsp. Das Denken Sehr interessant, Herr Bernoulli. Oder eine einfachere interessante Lektüre: C.G. Jung: Erinnerungen, Träume, Gedanken. Lese wieder oft in der grauen Zeit darin
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Schon irgendwie merkwürdig. Ausgerechnet solhe, die hier früher immer auf Teufel über die USA herzogen, finden für Trumps Politik lobende Wort, auch wenn er in Krisenregionen rumzündelt. Liegt wohl daran, dass man sich als Gesinnungsgenosse Twittlers fühlt oder weil er Putin bewundert.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Dass Trump die Eskalationspoltik gegenüber Russland beendet hat, kann ihm nicht hoch genug angerechnet werden. Ob dies sozusagen ein "Zufallstreffer" eines wirren Politikers oder eines klugen Mannes ist, der als Taktik zur Tarnung zu verwirren weiss und wirklich Frieden bringen wird, das ist die Frage.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Trump ist eine Mimose, der alles persönlich nimmt. Der Iran, man mag zum Ayatollah-Regime stehen wie man will, hat sich als stabiler Faktor im Nahen Osten, wo ansonsten Chaos die Regel ist, bewährt. Trump zündelt jetzt herum und das in einer äußerst fragilen Weltregion. Er ist sich über die Tragweite seines Tuns, egal wo, nicht bewusst, was ihn sehr gefährlich macht. Ein Krieg gegen den Iran könnte einen Dritten Weltkrieg auslösen.
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    1. Antwort von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
      ...nicht bewusst ? Ich habe eher den Eindruck, es sei ihm sch...egal - und das ist sehr viel gefährlicher. "Bewusst" kann man jemandem etwas machen, der offen ist für differenzierte Argumente...
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Freue mich - für dieses Mal teile ich Ihre Meinung, Hr, Chauvet - Schönen Sonntag!
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